TRIER. Die Preisspirale an den Tankstellen der Republik dreht sich weiter nur in eine Richtung – nach oben! Galt ein Spritpreis von mehr als zwei Euro pro Liter lange Zeit als unwahrscheinlich, ist dieser in Bundesrepublik mittlerweile längst Realität.
Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Montags kostete Superbenzin der Sorte E10 2,008 Euro je Liter, bei Diesel waren es 2,032 Euro, wie der ADAC am Dienstag in München mitteilte.
Haupttreiber des Anstiegs an der Zapfsäule sind die Ölpreise, die im Zuge des Konflikts in der Ukraine nach oben geschossen sind. Am Montag hatte die für Europa wichtige Sorte Brent zwischenzeitlich bis zu 139 Dollar pro Fass (159 Liter) gekostet, nachdem US-Außenminister Antony Blinken einen Importstopp für russisches Erdöl ins Spiel gebracht hatte.
Der aktuell starke Dollar verstärkt diesen Effekt noch einmal, da Öl in Dollar gehandelt wird und deutsche Käufer in Euro bezahlen. Hinzu kommt, dass der Dieselpreis durch eine hohe Nachfrage nach dem relativ ähnlichen Heizöl weiter angetrieben wird und Importeure die Einfuhr von Diesel aus Russland zurückfahren.
Zu Kriegsbeginn am 24. Februar kostete E10 noch 1,757 Euro und Diesel 1,670 Euro. E10 ist seitdem somit 25 Cent teurer geworden, Diesel 33 Cent. Es ist ungewöhnlich, dass der Dieselpreis über dem von Benzin liegt, da Diesel in Deutschland geringer besteuert wird.
Der Automobilverband ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, besser abends als morgens zu tanken. Auswertungen zeigten, dass Benzin und Diesel morgens gegen 7 Uhr am meisten kosten und in den Abendstunden zwischen 18 und 19 Uhr sowie zwischen 20 und 22 Uhr am günstigsten sind.
Auf Jahressicht ist der Anstieg gewaltig: Im Durchschnitt des März 2021 hatte Diesel noch 1,315 Euro pro Liter gekostet, bei Super E10 waren es 1,454 Euro.
(red/dpa)














