Südeifel: Solarpark Affler geht offiziell in Betrieb – weitere sollen in der Region folgen

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Der Solarpark Affler ist Startschuss für die Energiezukunft in der Region.

FÖHREN. Der Solarpark Affler in der Südeifel geht offiziell in Betrieb. Die Inbetriebnahme im Sinne des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist der Startschuss für die künftige Ökostromproduktion in der Gemeinde Affler und gleichzeitig der Auftakt für weitere Photovoltaikprojekte in der Region. Die Einspeisung ins öffentliche Stromnetz wird dann im Frühjahr 2022 beginnen.

Der Solarpark wurde in einer Kooperation des Projektentwicklers für Freiflächen-Photovoltaikanlagen WES Green mit der Enovos Renewables GmbH und weiteren Partnern geplant und umgesetzt. Beteiligt waren Landschaftsplaner, Kommune, Verbands- und Ortsgemeinde sowie die Erneuerbare Energien Neuerburger Land AÖR (EENL). Ziel des Projekts ist der deutliche Ausbau der Erneuerbaren Energien in der Region.

„In unserer Gemeinde profitiert jeder Haushalt von der Wertschöpfung durch den Solarpark und die Gemeinde wird finanziell gestärkt. Dazu kommt der unschätzbare Wert umweltfreundlicher Energieerzeugung für die Allgemeinheit. Die Gemeinde steht voll und ganz hinter dem Projekt, das dadurch reibungslos realisiert werden konnte“, erklärt Herbert Steins, Bürgermeister der Gemeinde Affler.

„Wir beteiligen uns als Verbandsgemeinde aktiv an der Umsetzung der Energiewende und sorgen gleichzeitig für kommunale Wertschöpfung. Daher begrüßen wir das Engagement der Projektpartner und der Gemeinde Affler sehr. Der Solarpark ist als erstes größeres Projekt der Auftakt für die Energiezukunft in der Region“, erklärt der Verbandsbürgermeister der Südeifel Moritz Petry.

Die Projektbeteiligten und die Kommunen leisten gemeinsam einen positiven Beitrag zum Klimaschutz, aber auch generell zum Natur- und Umweltschutz. Da der Solarpark auf benachteiligtem landwirtschaftlichem Gebiet installiert wurde, wird darüber hinaus die Biodiversität gesteigert sowie die ländliche Entwicklung, unabhängig von der Landwirtschaft, gefördert.

„Mit der Inbetriebnahme des Solarparks Affler startet die Enovos Renewables eine Offensive für Erneuerbare Energien in der Südeifel. Mit zehn Megawatt peak ist es der erste Solarpark eines umfangreichen Projektes, das die Planung und den Bau von insgesamt elf Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Südeifel mit einer Gesamtleistung von ca. 200 Megawatt peak vorsieht.

Auf der insgesamt 18 Hektar großen Fläche des Solarparks Affler wurden insgesamt knapp 25.000 Module und 34 Wechselrichter verbaut. Das Projekt besteht aus zwei Bauabschnitten, wovon der erste nun beendet ist. Die Fertigstellung des zweiten ist für das dritte Quartal 2022 geplant. Insgesamt soll die Anlage, nach Auskunft der Solarexperten von WES Green, eine Gesamtleistung von 15 Megawatt Peak erreichen.

„Die künftig erzeugten 15.000.000 Kilowattstunden genügen, um rund 4.000 Drei-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit grünem Strom zu versorgen“, erläutert Horst Schneider, Geschäftsführer der WES Green. Auf die Frage nach der Besonderheit dieses Projekts fügt Schneider hinzu: „Die Herausforderung war die Untersuchung auf archäologische Funde sowie auf Kampfmittel aus dem ersten und zweiten Weltkrieg mittels Magnetprospektion. Diese kam zu dem Ergebnis, dass sich auf der Fläche Handgranaten, welche zuerst kontrolliert gesprengt werden mussten, und Teile eines Flugzeugwracks befinden.“

Der Solarpark Affler ist das erste Projekt, das in der Kooperation von Enovos und WES Green als Projektentwickler in der Südeifel umgesetzt wurde. Gebaut wurde die Anlage von der Schoenergie GmbH, ebenfalls aus Föhren. Geplant ist, diese erfolgreiche Zusammenarbeit der Unternehmen nun mit weiteren Anlagen fortzuführen.

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