“Bilanz des Helfens”: Fast 4 Milliarden – Flutkatastrophe löste Spendenrekord aus

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Ein geschmückter Weihnachtsbaum steht in Mayschoß vor einem zerstörten Gebäude. Foto: Boris Roessler/dpa

REGION. Die dramatischen Bilder der Flutkatastrophe vom Sommer haben viele Menschen in Deutschland bewegt und einen neuen Spendenrekord ausgelöst. Von Januar bis September gaben die Menschen insgesamt rund 3,8 Milliarden Euro an gemeinnützige Organisationen und Kirchen – 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Das zeigt die Erhebung «Bilanz des Helfens» im Auftrag des Deutschen Spendenrats, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

«Es spricht alles dafür, dass dieser starke Anstieg auf die Flutkatastrophe zurückzuführen ist», sagte Max Mälzer, Geschäftsführer des Deutschen Spendenrats. Demnach wurden insbesondere im Juli, dem Monat der Katastrophe, rund 693 Millionen Euro gespendet – ein Plus von 73 Prozent im Vergleich zum Juli 2020.

Die Summe ist laut Spendenrat das mit Abstand beste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Für das gesamte Jahr 2021 rechnet der Spendenrat bei einer «realistisch optimistischen Prognose» mit einer Summe von mehr als 5,8 Milliarden Euro. Das entspräche einer Steigerung von 8 Prozent im Vergleich zu 2020.

Extremer Starkregen hatte am 14. Juli vor allem in Westdeutschland eine Hochwasserkatastrophe mit über 180 Toten ausgelöst. Besonders betroffen waren die Flüsse Ahr und Erft in den Kreisen Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) und Euskirchen (Nordrhein-Westfalen). Hunderte Häuser, Brücken und Straßen wurden fortgerissen oder verwüstet.

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