Nach Missbrauchsskandal: Bischof ruft zum Gedenken für Opfer sexuellen Missbrauchs auf

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Bischof Stephan Ackermann Foto: Harald Tittel/dpa

TRIER. Anlässlich eines jährlichen Gebetstages für Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche hat der Trierer Bischof Stephan Ackermann zum Gedenken aufgerufen. «Das Thema lässt uns nicht los», sagte Ackermann, der auch Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für Fragen des sexuellen Missbrauchs ist. Im Bistum Trier sei derzeit ein zentraler Gedenkort eingerichtet. Er befinde sich im Durchgang zwischen dem Trierer Dom und der Liebfrauenkirche und sei bis Ende dieser Woche zugänglich.

In Deutschland soll der Gebetstag von den Pfarreien rund um den «Europäischen Tag zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch» an diesem Donnerstag (18. November) begangen werden. «Wir müssen Räume für das Gebet öffnen und der Trauer und dem Schmerz Raum geben», sagte der Trierer Bischof. Das könne und solle nicht von der Aufarbeitung ablenken. Die Orte der Erinnerungen seien wichtig: «Damit das Geschehene nicht vergessen wird und ein solcher Ort uns mahnt, hinzuschauen und präventiv zu handeln.»

Ackermann ermutigte dazu, den Gebetstag und die Gebetsorte, die in Pfarrgemeinden vorübergehend eingerichtet worden seien, zu nutzen. «Das ist auch unsere Verpflichtung gegenüber den Betroffenen», sagte er. Er verwies darauf, dass die katholische Kirche in den vergangenen Jahren «sichtbare Schritte der Aufarbeitung gegangen ist». Der Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland war seit 2010 aufgedeckt worden. Nach einer Studie gab es 3677 Opfer.

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