Ministerium rechnet mit Regelbetrieb im neuen Schuljahr

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Foto: Bernd Wüstneck/dpa

SAARBRÜCKEN. Das saarländische Bildungsministerium geht nach derzeitiger Corona-Lage davon aus, dass es im neuen Schuljahr «weitgehend regulären Präsenzunterricht» geben wird. «Bei aller gebotenen Vorsicht halte ich es nicht für angebracht, Ängste zu schüren – zumal gerade Menschen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zum neuen Schuljahr weitestgehend geimpft sein werden», sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Sofern das Virus seine Eigenschaften «nicht grundlegend verändere» und der Impfschutz insbesondere für diese Gruppen erhalten bleibe, vermittele «der reine Blick auf die Infektionszahlen dann kein vernünftiges Lagebild» mehr. «Da müssen wir uns auch andere Kriterien anschauen, die Aufschluss über die Belastung unseres Gesundheitssystems geben», sagte die Ministerin.

Seit Beginn der Pandemie orientierten sich Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen an dem Ziel, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. «Derzeit gehen wir davon aus, dass ein weitgehend regulärer Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr mit diesem Ziel vereinbar ist.» Das Ziel sei «der möglichst weitgehende Regelbetrieb an unseren Schulen», betonte sie.

Welche Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen – wie zum Beispiel ein Mund-Nasen-Schutz – zum Beginn des neuen Schuljahres nötig sein werden, sei von der tatsächlichen Lage zu diesem Zeitpunkt abhängig. «Wir werden darüber rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres informieren.» Noch vor Ferienbeginn werde die Landesregierung mit Experten beraten, welche Vorbereitungen für den Herbst zu treffen seien.

Die Anschaffung von Luftfiltern oder Luftfilteranlagen fördere das Land mit rund vier Millionen Euro. Bis Mitte Mai seien rund 200 Klassenräume mit Geräten ausgestattet worden. Rund 480.000 Euro der Fördersumme wurden von Schulträger abgerufen, wie das Ministerium mitteilte. Der Einsatz solcher Geräte sei im Musterhygieneplan für die Schulen geregelt. Räume, die nicht ausreichend gelüftet werden könnten, dürften für den Unterricht nicht genutzt werden.

Externe Bildungsträger für zusätzliche Förder- und Unterstützungsangebote an Schulen sollten für das nächste Schuljahr gewonnen werden, hieß es. Das Ministerium werde Schulen eine Liste zur Verfügung stellen, aus der sie entsprechend der schulspezifischen Bedürfnisse und des zugewiesenen Budgets auswählen könnten. Über deren Budget würden die Schulen in Kürze informiert.

In den Sommerferien seien vor allem im Rahmen der Ferienbetreuungen der Ganztagsschulen zusätzliche Bildungsangebote in Form von Projekten geplant, die grundsätzlich allen offenstehen sollen. Die Planungen liefen noch. Teilnehmerzahlen für die Zusatzangebote in den Ferien lägen noch nicht vor. (dpa)

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