Caritas fördert digitale Teilhabe Benachteiligter

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Spendenübergabe zugunsten des Projekts "Digital to go" mit Dr. Bernd Kettern (Direktor Caritasverband Trier e.V.), Michaela Marx (Geschäftsführerin der Caritas-Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier), Ali Farahi (IT-Mitarbeiter des Caritasverbands Trier) und Bernhard Jocher (Abteilungsleiter Beratung, Hilfe und Migration Caritasverband Trier) Foto: Caritasverband Trier

TRIER. Mit dem neuen Projekt „Digital to go“ startet der Caritasverband Trier e.V. ein Projekt, dass die digitale Bildungs-Teilhabe benachteiligter Menschen verbessern soll, wie die Pressestelle des Verbandes mitteilt. Das Förderprogramm der Caritas-Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier unterstützt die Initiative mit 5000 Euro.

Sprachbarrieren, eine geringe Vorbildung, eine prekäre wirtschaftliche Situation – Gründe, warum Menschen nicht oder nur eingeschränkt an digitaler Bildung teilhaben, gibt es viele. Die Probleme, die sich daraus ergeben, wurden im Corona-Lockdown besonders deutlich. Viele Kinder betroffener Familien konnten nicht am digitalen Homeschooling teilnehmen, Fördermaßnahmen wurden eingestellt. Bei Migranten kam es zu Rückschritten im Spracherwerb und damit zu Verzögerung integrativer Prozesse. Ohne digitale Anbindung war die Arbeitssuche fast unmöglich.

Wer nicht digital lernen und kommunizieren kann, wird abgehängt. Dementsprechend stieg die Nachfrage nach Hilfen für den Erwerb von und beim Umgang mit digitalen Endgeräten bei unterschiedlichen Diensten und Einrichtungen des Caritasverbandes: bei den Beratungsdiensten ebenso wie bei den Migrationsdiensten und der Arbeitsmarktintegration.

Der Caritasverband reagierte mit einem neuen Projekt: „Digital to go“ hat die Verbesserung der digitalen (Bildungs-)Teilhabe benachteiligter Menschen zum Ziel. „Digital to go“ unterstützt die Menschen beim Umgang mit digitalen Medien und Geräten. Unterstützung zur Beantragung von Geräten, zum Beispiel bei Jobcenter, leisten weiterhin die beteiligten Beratungsdienste.

Das Projekt umsetzen wird Ali Farahi, IT-Mitarbeiter des Caritasverband Trier. „Ich freue mich darauf, in den direkten Austausch zu kommen“, so Farahi. „Meine Aufgabe ist es, Vorschläge zu machen, wie und an welcher Stelle Optimierungen durchgeführt werden können, um die Situation der betroffenen Personen und Familien zu verbessern.“ Gemeinsam mit der Sozialberatung des Caritasverbands Trier wird Farahi zudem nach Möglichkeiten suchen, die digitale Ausstattung und Anbindung zu verbessern. Dazu gehört auch, die Menschen darin zu unterstützen, z.B. Geräte der Schulen oder Förderung des Jobcenters zu beantragen und zu nutzen.

„Von der Beratung über den konkreten IT-Check, bis hin zur Installationshilfe, der Einrichtung von Kommunikationsplattformen und der Einführung von Homeschooling-Plattformen, wird Herr Farahi künftig kompetenter Ansprechpartner für die Menschen sein, für die eine digitale Teilhabe bisher nicht erfolgen kann“, so Caritasdirektor Dr. Bernd Kettern. „Etwa 15 Familien pro Jahr werden wir mit Digital-to-go den Zugang zu Bildungsplattformen, Fördergruppen, Beratungsdiensten usw. erleichtern.“

Vom Potential des Projekts überzeugt zeigten sich auch die Verantwortlichen des Förderprogramms der Caritas-Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier. Sie unterstützen „Digital to go“ mit 5.000 Euro. „Familien mit Kindern haben unter der Corona-Pandemie ganz besonders stark gelitten. Besonders hart hat es diejenigen getroffen, die ohnehin unter ungünstigen Bedingungen leben. Es reicht nicht aus, diesen Kindern und Familien lediglich die Hardware zur Verfügung zu stellen. Es ist darüber hinaus wichtig, auch das erforderliche Wissen zu vermitteln, um die Endgeräte bedienen zu können. Dies gewährleistet das Projekt „Digital to go“ und das war ausschlaggebend für die Bewilligung des Zuschusses der Stiftung Menschen in Not“, so Michaela Marx,
 Geschäftsführerin der Caritas-Stiftung Menschen in Not im Bistum Trier.

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