Nach „Schwuchtelbinden-Eklat“! Rheinland-pfälzische AfD geht auf Distanz zu Junge

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19.06.2021, München: Fuflball: EM, Portugal - Deutschland, Vorrunde, Gruppe F, 2. Spieltag in der EM-Arena M¸nchen. Deutschlands Torh¸ter Manuel Neuer feiert nach der Partie. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Der rheinland-pfälzische AfD-Fraktionsvorsitzende Michael Frisch hat sich von abfälligen Äußerungen seines Vorgängers Uwe Junge über die Regenbogen-Kapitänsbinde von Fußball-Nationaltorwart Manuel Neuer distanziert. Der Landesvorstand werde sich laut einem entsprechenden Beschluss des Bundesvorstands in seiner nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen und dabei auch den langjährigen Fraktionsvorsitzenden befragen, sagte Frisch am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

Er teile zwar Junges Kritik an der der Politisierung des Sports, die «jetzt offensichtlich auch der DFB betreibt», erklärte Frisch. Junges Wortwahl sei jedoch «verletzend und herabwürdigend gegenüber einer ganzen Gruppe von Menschen und daher völlig inakzeptabel». Es gebe in der AfD viele homosexuelle Mitglieder und eine Spitzenkandidatin, die in einer lesbischen Beziehung lebe, betonte Frisch weiter. Das zeige, dass Homosexuellen in der AfD der gleiche Respekt und die gleiche Wertschätzung entgegengebracht würden wie allen anderen auch.

Junge hatte am Wochenende auf Twitter geschrieben, Neuers Regenbogen-Kapitänsbinde sei eine «Schwuchtelbinde». Der Tweet ist inzwischen gelöscht. «Für den Begriff «Schwuchtelbinde» entschuldige ich mich», twitterte Junge. «Inhaltlich bleibe ich dabei, dass derartige Statements nichts an oder auf dem Trikot der Nationalmannschaft zu suchen haben.»

Die AfD-Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Alice Weidel, hatte auf Twitter geschrieben: «@UweJunge wird sich die Partei demnächst von außen anschauen dürfen.» Der «Welt» sagte sie: «Junge sollte die Partei verlassen.»

Frisch, der auch der Landesvorsitzende der AfD in Rheinland-Pfalz ist, erklärte zur Reaktion Weidels: «Alles wird seinen ordentlichen Gang nehmen.» Weidels Reaktion sei zwar «emotional nachvollziehbar, aber vielleicht doch etwas voreilig».

Der rheinland-pfälzische Innenminister und Vorsitzende der Deutschen Sportministerkonferenz, Roger Lewentz (SPD), hatte die Kapitänsbinde Neuers in den Regenbogenfarben am Sonntag als «demokratisches und weltoffenes Zeichen» und «klares Bekenntnis gegen politisches Dumpfbackentum» begrüßt. Junge und die AfD seien und blieben «Ewiggestrige». Es sei gut, dass Junge keine politische Bedeutung mehr habe.

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2 KOMMENTARE

  1. Das ist vielleicht die Tragik der Afd dass sie solche Pfeifen in ihren Reihen hat.
    Der Junge ist einfach ein Trottel bar jedes Intellekts, mit seinen Ansichten und seinem komischen Oberlippenzwirbelbart hätte er prima ins preussische Militär anno 1905 gepasst aber nicht in eine moderne Gesellschaft. Würde mich nicht wundern wenn er nachts noch eine Backenbinde für seinen Schnauzer benutzt. 100 Jahre zu spät geboren.
    Er hatte doch schon mal eine lesbische Soldatin aufgefordert Kinder zu kriegen weil das Vaterland deutsche Kinder braucht. Heutzutage definiert sich ein Staat nicht durch so einen Käse sondern durch gemeinsame Werte, bei solchen Tieffliegern wie dem haben es die linksgrünen Gutmenschen natürlich leicht, jeden als Nazi hinzustellen, der berechtigte Kritik an den herrschenden Zuständen übt.
    Ähnlichkeit vorhanden:
    https://www.weltbild.de/artikel/buch/der-untertan_14450629-1

  2. Politik hat im Sport überhaupt nichts zu suchen.
    Dieses &$§ „Zeichen setzen“ nervt schon so genug, da möchte ich nicht auch noch knieende Fußballspieler sehen oder regenbogenfarbige Kapitänsbinden!
    Was kommt als nächstes: LGBT-Logos oder Floyd- oder Greta-Konterfeis auf den Trikots?
    Es reicht! Ich möchte Sport sehen und keine politischen Statements.
    Und gerade Herr Lewentz spricht von „politischem Dumpfbackentum“ – made my day, grey-haired dude!

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