„Lage katastrophal“: Dehoga fordert Öffnung von Gastronomie und Hotellerie

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Eine Mitarbeiterin eines Restaurants reinigt einen Tisch. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

BAD KREUZNACH. Der Dehoga Rheinland-Pfalz fordert einen «verbindlichen Plan» für die Öffnung von Hotellerie und Gastronomie ab einer stabilen Landes-Inzidenz unter 100. Eine ganze Reihe von Städten und Kreisen unterschritten diese Marke bereits deutlich, heißt es in einer Mitteilung des Dehoga vom Dienstag.

Die Landesregierung müsse ihre Verordnung kurzfristig ändern, damit die gastgewerblichen Betriebe vor den Feiertagen im Mai für den Tourismus wieder öffnen könnten.

Die landesweite Inzidenz der Corona-Infektionen war zuvor auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Wochen zurückgegangen. Das Landesuntersuchungsamt ermittelte am Dienstag einen landesweiten Wert von 113,7 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Es gehe um die wirtschaftliche Existenz der 13 500 Gastgeber-Familien und 150 000 Beschäftigten, heißt es in der Mitteilung. «Viele von uns sind am Ende ihrer Kräfte: finanziell, physisch und psychisch», sagte Dehoga-Präsident Gereon Haumann. «Hotellerie und Gastronomie drohen an dem seit nunmehr sechs Monate dauernden zweiten Lockdown innerhalb eines Jahre zu zerbrechen.» Die Lage sei «katastrophal».

In bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen ab 10. Mai die Außengastronomie – und zwar bis 22.00 Uhr -, Theater, Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos öffnen. Und: Zu Beginn der Pfingstferien am 21. Mai soll regional auch Tourismus wieder möglich sein: In Kreisen und kreisfreien Städten mit stabilen Zahlen von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen dürfen dann Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze wieder öffnen. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag. Auch in Sachsen ist eine Öffnung der Außengastronomie ab 10. Mai bei stabiler Inzidenz unter 100 geplant, aktuell liegen aber alle sächsischen Regionen über diesem Wert.

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