Tödliche Schüsse auf Gastronomen aus Rheinland-Pfalz: Mordurteil rechtskräftig

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Foto: dpa-Archiv

KARLSRUHE. Nach tödlichen Schüssen auf einen Mann im mittelhessischen Wetzlar ist das Urteil gegen den Schützen wegen Mordes und versuchten Mordes rechtskräftig geworden. Das teilte der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) am Mittwoch mit.

Bei der Überprüfung des Urteils des Landgerichts Limburg sei kein Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten festgestellt und dessen Revision damit verworfen worden, hieß es zur Begründung. (Az.: 2 StR 36/21)

Das Landgericht hatte im vergangenen Juli den damals 28 Jahre alten Angeklagten schuldig gesprochen, im September 2019 in Wetzlar auf das Auto eines 39 Jahre alten Gastronomen aus Rheinland-Pfalz geschossen zu haben. Der Mann erlitt tödliche Verletzungen, sein Beifahrer überlebte unverletzt. Motiv für die Tat war nach Auffassung der Richter Rache für einen tödlichen Familienstreit in der Türkei einige Jahre zuvor. Der geständige Schütze wurde zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der 28-Jährige hatte noch zwei Mitangeklagte, deren Verfahren abgetrennt wurden.

Im vergangenen September dann verurteilten die Limburger Richter einen 38-Jährigen ebenfalls wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe. Er soll dem 28-Jährigen die Waffe besorgt und den Aufenthaltsort des späteren Opfers ermittelt haben. Der dritte Mann, der zum Tatort gefahren sein soll, wurde freigesprochen. Die beiden hatten die Vorwürfe zu Beginn des Prozesses bestritten.

Ob auch die Urteile gegen die Mitangeklagten mittlerweile rechtskräftig sind, war zunächst nicht bekannt. Alle drei Männer sind türkische Staatsangehörige.

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