Auch wegen Corona: Sinkende Pendlerzahlen in Rheinland-Pfalz – Trier weiter auf hohem Level

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Foto: dpa

MAINZ/TRIER. Im vergangenen Jahr waren weniger Pendler zur Arbeit nach Rheinland-Pfalz unterwegs als noch 2019.

Wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, pendelten etwa 184 500 Arbeitnehmer mit einem Wohnsitz in einem anderen Bundesland oder im benachbarten Frankreich für ihren Job nach Rheinland-Pfalz. Wie aus den Daten hervorgeht, waren das etwa 1100 oder 0,6 Prozent weniger als zwölf Monate zuvor. Umgekehrt waren 2020 auch 327 900 Frauen und Männer aus Rheinland-Pfalz zum Arbeiten in Regionen außerhalb ihres Bundeslandes gereist.

Aus dem benachbarten Hessen kamen mit 55 800 Frauen und Männern am meisten Menschen zum Arbeiten in das südwestlich gelegene Bundesland. 3900 Menschen kamen aus Frankreich. «Im Vergleich zum Vorjahr war dies bei den französischen Einpendlern ein Rückgang um rund 200 oder 4,7 Prozent», heißt es von der Bundesagentur. Dies sei vermutlich auf die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Schritte zur Eindämmung der Infektionszahlen zurückzuführen.

Trotz Pandemie rund 30.000 Menschen regelmäßig zum Arbeiten von außerhalb nach Trier. Auch in Zeiten von Lockdown und Homeoffice bleibt die Zahl der Pendler in Trier also auf einem hohen Level.

Von den 184 500 Pendlern, die nach Rheinland-Pfalz zur Arbeit reisten, hatten 46 000 Menschen eine akademische Ausbildung, 97 200 Frauen und Männer hatten eine abgeschlossene Berufsausbildung. Etwa 22 300 Pendler waren ohne Berufsabschluss. Den Daten zufolge war der größte Anteil der Arbeitnehmer mit 45 100 Personen – also fast 25 Prozent – im verarbeitenden Gewerbe tätig.

Knapp 12 Prozent der Menschen – 22 600 Personen – waren im Handel beschäftigt. 18 300 Pendler arbeiteten beispielsweise im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung oder sonstiger Dienstleistungen, etwa bei Wach- und Sicherheitsdiensten oder in Call-Centern (10 Prozent). Nach Rheinland-Pfalz kamen 17 600 Frauen und Männer, weil sie im dortigen Gesundheits- und Sozialwesen gearbeitet hatten. Das waren 9,5 Prozent der Pendler.

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