Land fördert Erweiterung und Modernisierung der Intensivstation im Brüderkrankenhaus Trier

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Ministerpräsidentin Malu Dreyer überreicht den Bewilligungsbescheid für die Intensiverweiterung im Brüderkrankenhaus Trier Ministerpräsidentin Malu Dreyer mit (von rechts) Bruder Peter Berg, Regionalleiter BBT-Gruppe, Region Trier; Privatdozent Dr. med. Tim Piepho, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin, Brüderkrankenhaus Trier; Christian Weiskopf, Regionalleiter BBT-Gruppe, Region Trier und Thorsten Eich, Kaufmännischer Direktor, Brüderkrankenhaus Trier

TRIER. Für Erweiterungs- und Modernisierungsmaßnahmen im gemeinsamen Intensivbereich der Anästhesie und Neurochirurgie erhält das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier einen Landeszuschuss in Höhe von 12.335.000 Euro. Den Bewilligungsbescheid der Landesregierung für diese Investitionsmaßnahme übergab Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 5. Februar 2021 persönlich bei einem Besuch in Trier in kleinem Kreise unter Berücksichtigung der Corona-Bedingungen. Weitere an der Investitionsmaßnahme beteiligte Personen konnten das Treffen über eine Videoschalte online verfolgen.

„Die stationäre gesundheitliche Versorgung im Land hat für uns als Landesregierung höchste Priorität. Wir sind ein verlässlicher Partner der Krankenhäuser; dies unterstreichen wir mit der umfangreichen Förderung der Erweiterung und Modernisierung der Intensivstation“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie bedankte sich ausdrücklich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz während der Corona-Pandemie. Ihr sei bewusst, welche enormen Leistungen die Belegschaft jeden Tag erbringe, und das auch schon vor Corona. Das Land hat bereits vor der Pandemie die tragende Rolle und Bedeutung der Krankenhäuser für die Daseinsvorsorge zum Anlass genommen, die Mittel für die Krankenhausfinanzierung von 2016 bis 2020 deutlich um jährlich mindestens 15 Millionen Euro aufzustocken. Außerdem erhöhte das Land die Kofinanzierung des Krankenhausstrukturfonds I um zusätzlich 24 Millionen Euro. Darüber hinaus stellte das Land bereits im letzten Jahr die Mittel für die Kofinanzierung des Krankenhauszukunftsfonds in Höhe von 60 Millionen Euro bereit.

Christian Weiskopf, Regionalleiter der BBT-Gruppe, Region Trier sprach der Ministerpräsidentin seinen Dank für den hohen Förderanteil der Landesregierung und des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie aus. Durch die Intensiv-Erweiterung sollen künftig insgesamt 26 Intensivtherapie-Patienten im anästhesiologisch-neurochirurgischen Intensivbereich betreut werden können. Bisher können hier 22 Intensivpatienten behandelt werden.

Geplant sind acht isolierfähige Einbettzimmer mit vorgelagerten Schleusen sowie neun Zweibettzimmer. „Die Erweiterung der Intensivkapazitäten trägt der Zunahme der in den vergangenen Jahren immer komplexer werdenden Behandlungsfälle Rechnung“, so Privatdozent Dr. med. Tim Piepho, Chefarzt der Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin im Brüderkrankenhaus. Auch die Corona-Pandemie habe gezeigt, wie wichtig ausreichende Intensivkapazitäten für die Versorgung der Bevölkerung sind, so Piepho weiter.

Die Bauzeit für die Modernisierung und Erweiterung der Intensivstation ist mit drei Jahren angesetzt. Das Bauvorhaben beginnt noch im Jahr 2021 und wird voraussichtlich im Sommer 2024 fertiggestellt werden. Der Erweiterungsanbau wird mit einem Erdgeschoss als „Luftgeschoss“ und einem Obergeschoss, in welchem sich die Intensivstationserweiterung erstreckt, ausgeführt. Die Grundrissfläche für den zweigeschossigen Anbau wird ca. 15m x 40m betragen und umfasst eine Brutto-Grundfläche von ca. 595m². Die zu modernisierende Brutto-Geschossfläche im 1. Ober­geschoss des Bestandsbau erstreckt sich über ca. 1085m².

Eine besondere Herausforderung bei der Umsetzung der Baumaßnahme ist, dass der Umbau im Bestand erfolgen soll und der Erweiterungsbau an das Bestandsgebäude angrenzt. Als Ausweichfläche wird ein Interims-Intensivbereich mit entsprechender medien- und datentech­nischer Ausstattung der Betten geschaffen, mit dessen Ausführung voraussichtlich im Januar 2022 begonnen wird und der im Oktober 2022 in Betrieb genommen werden soll. Später soll dieser Bereich als Intermediate Care Bereich genutzt werden.

Im Brüderkrankenhaus Trier findet sich daneben ein zweiter internistisch/herzchirurgischer Intensivbereich mit insgesamt 17 Intensivbetten.

Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Trier ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 684 Planbetten und Klinik des Medizincampus Trier der Universitätsmedizin Mainz. In 16 medizinischen Fachabteilungen und 18 Kompetenzzentren versorgen ca. 2.700 Mitarbeiter*innen jährlich etwa 32.000 Patienten stationär und 59.000 Patienten ambulant zentral an einem Standort. Das Brüderkrankenhaus ist eines von fünf notfallmedizinischen Zentren in Rheinland-Pfalz mit zum hauseigenen Herzzentrum Trier gehöriger Brustschmerz-Einheit (Chest Pain Unit) und überregionaler Schlaganfall-Einheit (Stroke Unit). Es ist überregionales Traumazentrum und fest eingebunden in das rheinland-pfälzische Notfall- und Intensivtransport­system. Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin des Brüderkrankenhauses ist verantwortlich für die Stellung der Leitenden Notärzte und die ärztliche Besetzung des Notarztfahrzeuges am Notarztstandort der Stadt Trier. Sie gewährleistet heute in enger Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Trier die Einsatzbereitschaft des Notarztdienstes an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden pro Tag. Die Abteilung für Neurochirurgie des Brüderkrankenhauses ist die zweitgrößte Neurochirurgie in Rheinland-Pfalz und hat aufgrund der Behandlungsschwerpunkte neben dem regionalen Versorgungsauftrag ein überregionales Einzugsgebiet insbesondere für Wirbelsäuleneingriffe, Hirntumoren und endoskopische Verfahren bei Schädelbasis-Prozessen.

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