Weniger Passagiere und mehr Fracht am Flughafen Hahn

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Foto: dpa-Archiv

Der Hunsrück-Flughafen Hahn hat auch im Corona-Dezember 2020 viel weniger Passagiere und deutlich mehr Fracht verbucht. Die Zahl der Fluggäste stürzte im Vergleich zum Dezember 2019 um 80,6 Prozent auf 16 172 ab, wie die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) am Freitag mitteilte. Das Frachtgeschäft legte dagegen um 53,2 Prozent auf 23 186 Tonnen zu.

Die ADV erklärte mit Blick auf das Passagiergeschäft an deutschen Airports: «Der verschärfte Lockdown ab Mitte des Monats Dezember, verbunden mit der politischen Aufforderung, nicht notwendige Reisen in den Weihnachtsferien zu unterlassen, drückt die ohnehin geringe Nachfrage.» Der Start ins neue Jahr ändere den Trend vorerst nicht.

Das deutsche Flugfrachtgeschäft hat dagegen im Dezember laut ADV sehr deutlich angezogen: «Ursächlich sind die sich stabilisierenden Handelsströme und das Weihnachtsgeschäft, insbesondere im Online-Handel.» Der Flughafen Hahn besitzt zudem eine begehrte Nachtflugerlaubnis. Nur vier andere größere deutsche Airports haben ebenfalls eine. Außerdem profitiert der Flughafen von Fracht, die vor Corona als Beiladung von Passagierflügen geflogen worden wäre.

Der Airport im Hunsrück gehört zu 82,5 Prozent dem chinesischen Großkonzern HNA und zu 17,5 Prozent dem Bundesland Hessen. Der einstige US-Militärflughafen Hahn ist der einzige größere Airport in Rheinland-Pfalz.

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