Impfzentrum Messepark: Von Anmeldeplattform bis zur Impfung – ein Erfahrungsbericht

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In den Einrichtungen der Vereinigten Hospitien und im Seniorenzentrum der Barmherzigen Brüder starteten die Impfungen für Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Personal. Foto: Presseamt Stadt Trier

TRIER. (Von Ernst Mettlach, Stadt Trier) Hunderte Menschen über 80 sind seit dem 7. Januar im Impfzentrum im Messepark gegen Covid geimpft worden. Sie gehören zu dem Personenkreis, der laut Paragraph 2 der Corona-Impfverordnung des Bundes mit höchster Priorität Anspruch auf eine Schutzimpfung hat. Wie erleben Beteiligte diesen Prozess?

Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch für die Schutzimpfung gegen Covid. Als am 4. Januar das Land seine Anmeldeplattform freischaltet, möchte ich meinen Vater anmelden. Ernst Mettlach senior ist mittlerweile 83 und gehört wegen seines Alters, aber auch diverser Vorerkrankungen zu den Personen, die besonders durch das Corona-Virus gefährdet sind. Als ich Punkt 8 Uhr die Webseite aufrufe, tut sich – nichts. Sie ist überlastet, nichts geht. Bei der Hotline ist schon gar kein Durchkommen. Gegen Mittag klappt es dann endlich, mein Schwager hat es auf der Webseite geschafft. Überrascht sind wir vom holprigen Start nicht wirklich. Dafür läuft es danach reibungslos.

Bestätigung mit der Post

Die Impfbestätigung kommt per Post, wenige Tage nach Anmeldung erhält mein Vater seinen Termin. Donnerstag, 14. Januar, 8.45 Uhr. Meine Schwester begleitet ihn. Zehn Minuten vor dem Termin treffe ich die beiden vor dem Impfzentrum. Am Eingang kontrollieren Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes die Papiere und die Maske, messen die Temperatur. Noch einmal Hände desinfizieren und wir dürfen rein. Da ist es 8.40 Uhr. Vor dem Anmeldeschalter nochmal Security, am Schalter werden die Daten erfasst und der weitere Prozess erklärt. Um 8.45 Uhr sind wir bei der Impfaufklärung bei einer freundlichen Ärztin, die sich die Krankheiten und Medikamente anschaut. Sie gibt grünes Licht. Um 8.50 Uhr sitzen wir im Wartebereich vor der Impfkabine und warten. Um 9.04 springt die Ampel auf Grün und wir betreten die Impfkabine. Weil der Pullover Probleme bereitet, dauert es bis 9.06 Uhr, bis die Spritze sitzt.

Die beiden Arzthelferinnen bleiben mir wegen ihrer Freundlichkeit in Erinnerung. Sie haben sich freiwillig gemeldet. Um 9.07 Uhr sitzen wir im Wartebereich, 15 Minuten soll mein Vater ruhen. Ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes erkundigt sich nach dem Befinden: Keine Probleme. Um 9.21 Uhr gehen wir zur Abmeldung. Dort werden die Papiere fertiggemacht und wir werden auf den Termin der zweiten Impfung hingewiesen. Um 9.23 Uhr verabschiedet uns die Frau am Check-Out-Schalter: „Bleiben sie gesund!“ 43 Minuten hat unser Besuch im Impfzentrum gedauert.

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