Wer und wann zuerst? Ethik-Beirat zu Corona-Impfungen nimmt Beratungen auf

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Foto: dpa-Archiv

MAINZ. Zur Vorbereitung auf Schutzimpfungen gegen das Coronavirus hat am Montag ein Ethik-Beirat der Landesregierung Rheinland-Pfalz seine Beratungen aufgenommen. Es habe Einigkeit darin bestanden, dass vordringlich Menschen geimpft werden sollten, die einem besonders hohen Risiko für einen schweren oder tödlichen Verlauf von Covid-19 ausgesetzt seien, erklärte das Gesundheitsministerium in Mainz.

Ebenso sollten vorrangig diejenigen geimpft werden, die aufgrund ihrer Arbeit – etwa in Kliniken und Pflegeheimen – besonders gefährdet seien, mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert zu werden.

In der Diskussion sei deutlich geworden, dass der Start des Impfprogramms in Rheinland-Pfalz «vom Prinzip der Solidarität und Gerechtigkeit» getragen sein sollte. Der Ethik-Beirat werde für die komplexen Entscheidungen bei der Verteilung des Corona-Impfstoffs eine große Unterstützung sein, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD).

Den Vorsitz des Gremiums mit zwölf Mitgliedern übernahm der Direktor des Instituts für Geschichte, Theorie und Ethik der Medizin an der Universität Mainz, Norbert Paul. Zu den weiteren Mitgliedern gehören der katholische Moraltheologe Johannes Brantl aus Trier, der Vorsitzende des Ethikkomitees der Bezirksärztekammer Rheinhessen, Karl-Bertram Brantzen, der Mainzer Virologe Bodo Plachter und der Landesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Matthias Rösch.

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