Geburtenzahl in Rheinland-Pfalz: Frauen ohne Pass treiben Geburtenrate nach oben

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Babys liegen auf einer Neugeborenenstation.

Bildquelle: Waltraud Grubitzsch/Archiv(dpa)

RLP. Bei 2,2 Kindern hat 2019 die durchschnittliche Geburtenzahl bei Ausländerinnen in Rheinland-Pfalz gelegen. Frauen mit deutschem Pass hatten dagegen eine Geburtenrate von nur 1,4, wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilte. Damit lag die Geburtenrate 2019 insgesamt bei 1,6 Kindern pro Frau in Rheinland-Pfalz.

Für 2011 hatten die Statistiker bei Ausländerinnen noch eine Geburtenrate von nur 1,8 errechnet. Der deutliche Anstieg auf 2,2 bis 2019 dürfte laut dem Landesamt darauf zurückzuführen sein, «dass ein großer Teil der seither zugewanderten Frauen aus Gesellschaften mit besonders hohen Geburtenraten stammt». Hinzukommen könne ein Nachholeffekt, «wenn Frauen, die aus Krisengebieten flüchten mussten, ihre geplanten Geburten aufgeschoben haben».

Damit dürften vor allem Frauen ohne deutschen Pass nach Aussage der Statistiker auch die gesamte Geburtenrate in Rheinland-Pfalz etwas nach oben getrieben haben: Früher hatte diese etwa bei 1,4 Kinder pro Frau gelegen. Seit 2016 liegt sie bei 1,6.

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