Bischof Ackermann ist jetzt potenzieller Organspender

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Bischof Stephan Ackermann

Bildquelle: Harald Tittel / dpa-Archiv

TRIER. Der Trierer Bischof Stephan Ackermann (57) hat jetzt einen Organspende-Ausweis: «Ich habe mich entschlossen, Organspender zu sein und den Ausweis ausgefüllt.

Für mich ist das auch ein Ausdruck der Nächstenliebe», sagte er in Trier laut Mitteilung vom Freitag. «Wir wissen um die schwierige Situation, dass es zu wenige Spenderorgane gibt und Menschen verzweifelt darauf warten.» Mehr als 9500 Menschen stünden bundesweit auf der Warteliste für ein Spenderorgan. 2018 habe es allerdings nur knapp 1000 Frauen und Männer gegeben, die ihre Organe nach ihrem Tod gespendet hätten.

Mitte Januar hatte der Bundestag die sogenannte erweiterte Zustimmungslösung beschlossen. Darin ist geregelt, dass eine Organentnahme nur möglich ist, wenn der Spender zu Lebzeiten ausdrücklich zugestimmt hat. Bürger sollen aber künftig mindestens alle zehn Jahre auf ihre Bereitschaft zur Organspende angesprochen werden, beispielsweise wenn sie einen Personalausweis beantragen.

6 KOMMENTARE

  1. Zwei Punkte dazu:
    Gerard Depardieu hat eine transplantierte Leber da die seine aufgrund Alkoholabhängigkeit kaputtging.
    Herkunft unklar, aber nicht auf normalem Wege sondern wohl gekauft, evtl in Indien.

    Franz Joseph Strauss, fettleibiger Politiker, ist seinerzeit betrunken vom Hochsitz gefallen weil er einen Herzinfarkt hatte.
    Innerhalb kurzer Zeit bekam er zwei Spenderherzen eingepflanzt, beide wurden abgestossen. Herkunft unklar.

    Solange nciht klar ist ob die Organe dann bei demjenigen landen der am meisten zahlt kommt für mich Organspende nicht in Frage.

  2. @Peter: Geschichten aus dem Paulanergarten 🙂
    Schon gut, es besteht ja keine Pflicht für Sie potentiell Leben zu retten.

    • Ich wollte nur durch einen möglichst negativen Kommentar zum Nachdenken über dieses Thema anregen, weil ich weiss dass ich viele Anti-Follower habe, die dann wieder einen Thread draus machen. Ich sehe es ist gelungen.

  3. Seit Anfang der 70iger Jahre gibt es in der BRD den Organspenderausweis, den sich haben Tausende Menschen ausstellen lassen. Keiner dieser Freiwilligen wurde genannt oder hat sich als „leuchtendes Beispiel“ hervorheben lassen.
    Und hier wird Herr Ackermann in einem besonderen Artikel erwähnt, er hätte sich aus Nächstenliebe dazu hergegeben.
    Aus welchen Motiven heraus haben all die Personen zuvor gehandelt?
    Viele, auch ich, gehören zu der ersten Generation der freiwilligen möglichen Spender im damaligen Anfangsalter von 20 Jahren und nun wird ein 57 jähriger Bischof explizit hervorgehoben! Übt der Herr Bischof erst jetzt im gehobenen Alter die Nächstenliebe aus?

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