Auch in der Region Trier: Fahrer privater Busunternehmen streiken erneut

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Ein Schild mit der Aufschrift "Heute: Warnstreik!" und dem Logo der Gewerkschaft Verdi. Foto: Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

MAINZ. Im schier endlosen Tarifstreit des privaten Busgewerbes in Rheinland-Pfalz steht der nächste Streik an. Dazu hat die Gewerkschaft Verdi für den (morgigen) Freitag (6. März) aufgerufen, wie sie am Donnerstag in Mainz mitteilte. Betroffen seien vor allem Hunsrück, Westerwald sowie die Regionen um Mainz und Bad Kreuznach, sagte der Landesfachbereichsleiter Verkehr von Verdi in Rheinland-Pfalz, Jürgen Jung. Gestreikt werden soll mit Schichtbeginn um 3.00 Uhr morgens an den Standorten Mainz, Ingelheim und Bacharach der DB Regio Bus Mitte GmbH sowie bei der Stadtbus Bad Kreuznach GmbH und der Moselbahn Verkehrsbetriebsgesellschaft in Bernkastel-Kues. Durch den Streik fielen auch Schülerbusse und Überlandverkehr aus.

Seit Monaten wird um einen Tarifvertrag für die rund 9000 Beschäftigten gerungen. Nachdem im Nachbarland Hessen im Dezember eine Einigung erzielt worden war, hatte Verdi ein Angebot in vergleichbarer Höhe für Rheinland-Pfalz gefordert und ein Ultimatum bis zum 1. März gestellt. Laut Verdi liegt bisher aber nur ein Angebot vor, das hinter der Einigung in Hessen zurückbleibt. Die Vereinigung der Arbeitgeberverbände Verkehrsgewerbe (VAV) Rheinland-Pfalz war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Verdi fordert für die Beschäftigten unter anderem eine Durchbezahlung der Dienste, also auch der Pausenzeiten zwischen Fahrten, ein 13. Monatsgehalt, mehr Urlaubsgeld und höhere Zuschläge für Nacht-, Feiertags- und Wochenendarbeit. Neben privaten Busunternehmen betreffen die Verhandlungen auch Speditionen, Logistikunternehmen sowie Kurier-, Express- und Postdienstleister, nicht allerdings die Deutsche Post AG. Am 12. März werden im Verkehrsministerium in Mainz alle Akteure an einem Runden Tisch zusammenkommen, also Gewerkschaften, Unternehmen und Verkehrsverbünde. Dabei wird es auch darum gehen, ob ähnlich wie in Hessen ein ÖPNV-Index kommt, über den beispielsweise Tarifsteigerungen zum Teil ausgeglichen werden.

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