Auszeichnung für Trier: Vorreiter für naturnahe Stadt

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Bernd Gesellchen montiert eine Hinweistafel an einem Spitzahorn auf dem Hauptfriedhof. Die Erhaltung von Baumhöhlen als Unterschlupf für Tiere gehört ebenso zur Stadtgrün-Strategie des Rathauses wie die Öffentlichkeitsarbeit.

TRIER. Blühstreifen, Insektenhotels und der Verzicht auf Pestizide verbessern das Stadtklima und sichern die Artenvielfalt. Das Amt StadtGrün im Rathaus macht sich für solche Projekte stark und wurde bei einem Kongress in Bonn mit 13 weiteren Kommunen mit dem Label „StadtGrün naturnah“ ausgezeichnet.

Beigeordneter Andreas Ludwig nahm die Auszeichnung entgegen: „Wir freuen uns, dass wir das Label als erste Großstadt in Rheinland-Pfalz erhalten haben. Das ist ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr Naturnähe in unserer Stadt. Wir wissen jetzt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Die Auszeichnung ist aber auch ein Ansporn für weitere Anstrengungen in den kommenden Jahren.“

Initiiert und umgesetzt wird der Labeling-Prozess im Amt für StadtGrün. Dessen Leiterin Christine-Petra Schacht erläutert die Schwerpunkte: „Ganz wichtig ist die Aktivierung der Bevölkerung durch Bildungsangebote und Mitmachaktionen wie die Baumpatenschaften. Außerdem geht es um die naturnahe Gestaltung der städtischen Grünflächen, zum Beispiel durch Blühstreifen am Straßenrand, und um Artenschutz, indem wir Habitate für Insekten, Eidechsen und Amphibien bereitstellen und schützen.“

Das Label „StadtGrün naturnah“ wurde gemeinsam vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und fünf Pilotkommunen entwickelt. Die Auszeichnung ist Teil des Projektes „StadtGrün – Artenreich und Vielfältig“, das im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz gefördert wird.

Nach einer Pilotphase in fünf Städten wurden nun in der ersten öffentlichen Ausschreibung 14 weitere Kommunen mit dem Label „StadtGrün naturnah“ in Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet, wobei Trier die Anforderungen für die Kategorie Silber erfüllte: „Die Moselstadt sticht durch einen hohen fachlichen Standard in der Baumpflege hervor und setzt sich besonders für den Erhalt sogenannter Biotopbäume ein, die mit ihren Höhlen und Spalten für Fledermäuse, Spechte und Co. einen wertvollen Lebensraum darstellen“, heißt es in der Begründung. „An das bereits erfolgte Engagement knüpft die Stadt mit einer ambitionierten Grünflächenstrategie an, die neben der naturnahen Gestaltung und Pflege von Grünflächen auch die Bürgerinnen und Bürger für mehr Naturnähe im öffentlichen Grün sensibilisieren will.“

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