Alte Dame um fast eine Million Euro betrogen: Prozessbeginn

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Foto: dpa-Archiv

KAISERSLAUTERN. Weil er mit erschwindelten Geschichten über wertvolle Teppiche eine Frau um fast eine Million Euro betrogen haben soll, steht ein Angeklagter seit Dienstag in Kaiserslautern vor Gericht.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der 44-Jährige der älteren Dame vorgespiegelt, er benötige rund 950 000 Euro, um sie in seltene Teppiche zu investieren und werde das Geld mit Zinsen zurückzahlen. Er gab sich demnach als Firmenchef aus. Dem Amtsgericht der pfälzischen Stadt zufolge bestreitet der Angeklagte die Tat. Für den Prozess sind drei Verhandlungstage bis Anfang April angesetzt.

Der Prozess begann einem Gerichtssprecher zufolge mit dem Verlesen der Anklage. Nach einer kurzen Unterbrechung, während der sich der Mann mit seinem Anwalt beriet, wurde die Verhandlung fortgesetzt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem Betrug im besonders schweren Fall vor. Demnach hatte der Angeklagte sein Opfer zwischen dem 4. Mai 2018 und dem 28. Juni 2018 unter anderem in Heidelberg kontaktiert. Der Mann sitzt seit Oktober 2018 wegen Wiederholungsgefahr in Untersuchungshaft. Das Geld soll der Unternehmer aus Kaiserslautern in mehreren Tranchen erhalten haben. Er gab die Summe den Ermittlungen zufolge für andere Zwecke aus und soll nicht vorgehabt haben, sie zurückzuzahlen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm auch Betreiben unerlaubter Bankgeschäfte (Anlagegeschäft) vor.

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