Störfall im Pannenmeiler Cattenom und anderen Atomkraftwerken

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Das AKW Cattenom. Foto: dpa-Archiv

CATTENOM (dpa/lrs). In mehreren französischen Atomkraftwerken hat der Betreiber bei Kontrollen Mängel an Wasserrohren gefunden. Zu ihnen zählte auch das AKW Cattenom nahe dem Saarland und Rheinland-Pfalz.

Bei einem Erdbeben hätte dadurch die Wasserversorgung der Anlagen gefährdet werden können, wie die Betreiberfirma EDF am Mittwoch bekanntgab. Es geht um Rohre, die die Kraftwerke im Fall eines Brandes versorgen sollen: Ihr Metall war teilweise nicht dick genug, um die Erdbebensicherheit nachzuweisen. Bei 20 Reaktoren hätten die Analysen gezeigt, dass dies das Risiko einer Überschwemmung der Pumpstation verursachen könnte. Diese Stationen pumpen auch Kühlwasser in die Anlage.

Das Problem wurde von EDF in einer Meldung an die französische Atomaufsicht auf Stufe 2 der internationalen Ines-Skala eingestuft, das heißt als Störfall. Die Skala reicht von 0 (keine oder geringe sicherheitstechnische Bedeutung) bis 7 (katastrophaler Unfall).

Der Stromkonzern teilte mit, dass die betroffenen Rohre bei neun Reaktoren bereits verstärkt worden seien. Bei fünf Reaktoren, die derzeit stillstehen, werde dies derzeit getan. Für sechs Reaktoren, die in Betrieb sind, hat das Unternehmen jeweils einen der beiden Kühlkreisläufe gesichert. Beim AKW Cattenom waren alle vier Reaktoren von dem Problem betroffen, bei der Hälfte von ihnen ist es laut EDF bereits behoben. Die Mängel hätten keinerlei Auswirkung auf die Sicherheit der Mitarbeiter oder der Umwelt gehabt.

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2 Kommentare

  1. Wie immer und überall. Die Probleme sind nicht neu, die Störfälle auch nicht. Ist aber der Industrie so was von egal, der Mensch zählt dabei nicht. Weder die Arbeiter, die dort vor Ort sind, noch die Menschen, die im gesamten Umkreis alles ertragen müssen, krank werden und sich nicht wehren können.

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