KOBLENZ (dpa/lrs). Die Fälle von absichtlich gelockerten Radmuttern an Autos im nördlichen Rheinland-Pfalz häufen sich. Allein von Mai bis Ende Juli wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Koblenz nach dessen Angaben 133 Vorfälle registriert. Die meisten davon zählte die untergeordnete Polizeidirektion Neuwied: Dort wurden 64 Fälle aktenkundig, viele davon im Kreis Altenkirchen.
Grundsätzlich gelte das Lockern von Radmuttern als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und sei eine Straftat, sagte die Sprecherin der Polizeidirektion Neuwied, Christina Pees. Wer erwischt werde, müsse mit bis zu fünf Jahren Haft oder einer Geldstrafe rechnen.
Oftmals würden die Täter aber nicht gefasst. „Die Wahrscheinlichkeit das aufzudecken, ist recht gering.“ Neben Zeugenbeobachtungen könnten auch DNA-Spuren oder Fingerabdrücke die Ermittler auf die richtige Spur führen. Aber „wenn der Täter Handschuhe trägt, dann ist da schnell Ende“, sagte Pees.
Erst am Wochenende hatte die Polizei zwei neue Fälle aus der Region registriert, verletzt wurde niemand.


















