Luxemburger Transportunternehmer bei Steuerhinterziehung aufgeflogen

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Bildquelle: Björn Kircher

TRIER. Über 400 000 Euro hat ein Transport-Unternehmer aus Luxemburg vor der deutschen Steuer nach ersten Rechnungen verheimlicht. Der „Steuertrick“ sollte über die deutschen Fahrer laufen, die nun vor einem Scherbenhaufen stehen.

Wie das Finanzamt Trier am Freitag mitteilte, hat ein luxemburgischer Transport-Unternehmer durch falsche Lohnbescheinigungen mit deutschen Fahrern über vierhundert Tausend Euro Steuern am deutschen Fiskus vorbeigeschleust und hinterzogen. Das sei aber nur der „bisher nachweisbare Schaden“. Die tatsächlich hinterzogene Summe sei „mit Sichrheit“ höher.

Nun, was hat der Unternehmer genau gemacht? Der Chef und Geschäftsführer hatte seine Transport-Fahrer alle in Luxemburg angemeldet. Dort hatte er auch die Lohnsteuer für die Fahrer abgeführt. Allerdings hatte er nur 40% des Arbeitslohns als steuerfrei deklariert, weil die Fahrten angeblich nur in dieser Höhe „außerhalb Luxemburgs“ statt gefunden hätten.

In Wirklichkeit fuhren die Fahrer zwischen 75% und 90% ausschließlich nur auf Strecken in Deutschland! Diese „Korrektur der Zahlen“ macht einen satten Gewinn für den Unternehmer, von dem allerdings die Fahrer nichts haben und der schlicht illegal ist.

Dieses Geld wurde in diesem Fall sogar beidseitig „hinterzogen“, da es ja durch die Falschangaben auch nicht mal annähernd in Luxemburg abgeführt worden sei.

Schön ist, dass man die Fahrer, die von diesen Machenschaften nichts wissen konnten, nicht auch noch weiterverfolgt. Auf ihren Lohnsteuer-Bescheiden war alles in bester Ordnung.

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