Irrweg Spitzmühle – teurer, ökologisch unsinniger Albtraum findet ein Ende

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Bildquelle: Feuerwehr Trier

TRIER. Zur Erklärung des Trierer Stadtvorstandes nicht mehr am Standort Spitzmühle für die Feuerwehr-Hauptwache festzuhalten erklärt der dafür zuständige Sprecher der Grünen Ratsfraktion Richard Leuckefeld folgendes:

„Mit Erleichterung und Genugtuung hat die Stadtratsfraktion der Grünen auf den Beschluss des Stadtvorstandes reagiert, nicht mehr am Standort Spitzmühle für die neue Hautfeuerwache festzuhalten. Damit – so hoffen die Grünen – geht auch eine lange, oft heftig geführte Auseinandersetzung um den neuen Standort für die Trierer Berufsfeuerwehr zu Ende.

Irrweg kostet jetzt schon 330.000 €

Leider hat der Irrweg Spitzmühle den Trierer Bürger jetzt schon ca. 330.000 € gekostet. Das werden die voraussichtlichen Kosten für Gutachten, Bohrungen, Ingenieurleistungen, Tiefbaukosten und Rückbau sein. Der Mehraufwand durch die Verzögerung und den damit unumgänglichen jährlichen Baukostensteigerungen ist da noch nicht mitgerechnet.

Schulsport und Stadtklima bedroht

Der Standort Spitzmühle war von Anfang an heftig umstritten. Die Grünen sprachen sich aus stadtökologischer/klimatischer Sicht dagegen aus. Da die Feuerwache an dem Standort eine wichtige Kaltluftschneise für die Talstadt zugebaut hätte. Außerdem würde der Bau zum Wegfall des Schulsportplatzes des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums und zahlreicher Kleingärten führen. Auf der Stadtratssitzung am 19.03.2015 stellten die Grünen daher den Antrag, das Gelände des alten Polizeipräsidiums zu favorisieren. Leider fand dies seinerzeit keine Mehrheit.

Planerische Fehler

Die Verwaltung argumentierte, dass dieses Gelände wegen zu geringem Flächenangebot keine Priorität bekommen soll. Die Feuerwehr meldete einen Bedarf von 10.500qm an. Am Polizeipräsidium standen 9.700qm zur Verfügung. Diese geringe Differenz hätte durch Umplanungen kompensiert werden können. Dies stellt nun nach Aussage der Verwaltung kein Problem mehr dar. Damals war die Verwaltung dazu aber nicht bereit. Sie legte einfach die Planungen für die Spitzmühe über das Gelände des Polizeipräsidiums, und kam dann zu einer ablehnenden Schlussfolgerung, die nur den Standort Spitzmühle zuließ.

Was folgte war eine lange und intensive Diskussion im Ausschuss. Während SPD und FDP am Standort Spitzmühle festhielten, sagte die CDU-Fraktion ein deutliches Nein zu dieser Option. Mittlerweile musste auch Dezernent Egger feststellen, dass er keine Mehrheit im Rat und im Stadtvorstand für seinen Vorschlag findet.

Die Aufgabe des Standort Spitzmühle ist nicht nur eine Folge der wahrscheinlich bestehenden Bodenbelastungen, sondern in erster Linie ein Erfolg der guten Zusammenarbeit zwischen Grünen und CDU.“

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