Zewen feierte seine Feuerwehr: Mit einem großen Jubiläumswochenende hat die Freiwillige Feuerwehr Zewen am 9. und 10. Mai ihr 125-jähriges Bestehen begangen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher kamen zur Festmeile in der Fröbelstraße – der offizielle Festakt in der Turnhalle wurde zu einem starken Zeichen für Ehrenamt, Kameradschaft und Zusammenhalt im Stadtteil.
Großes Jubiläumswochenende in Zewen
Die Freiwillige Feuerwehr Zewen hat am Wochenende ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Am 9. und 10. Mai lockte ein umfangreiches Programm zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf die Festmeile in der Fröbelstraße.
Geboten wurden unter anderem eine Fahrzeug- und Geräteausstellung, Kinderunterhaltung, Essens- und Getränkestände sowie am Sonntag der Zehnkampf der Jugendfeuerwehren.
Zum offiziellen Festakt am Samstagabend kamen mehr als 200 Gäste in die stimmungsvoll geschmückte Turnhalle. Unter ihnen waren Vertreter aus Politik, befreundeten Zewener Vereinen sowie Feuerwehren aus dem Umkreis. Das musikalische Programm gestaltete der Musikverein Eintracht Trier Zewen 1906.
Seit 1901: „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“
Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Zewen am 1. Mai 1901 von 23 Bürgern – gemäß dem Motto „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“.
Viele Rednerinnen und Redner betonten beim Festakt, dass sich die Gründungsmitglieder wohl kaum hätten vorstellen können, zu welch gut ausgebildeter und schlagkräftiger Einheit sich die Feuerwehr Zewen einmal entwickeln würde.
Wehrführer Stefan Bach verwies dabei auch auf das im April fertiggestellte Gerätehaus im Gewerbegebiet ParQ54. Der neue Standort wird gemeinsam von den Freiwilligen Feuerwehren Zewen und Euren sowie der Sondereinheit Rettungshunde und Ortungstechnik genutzt.
Wehrführer Bach würdigt Feuerwehr als „Eckpfeiler der Gesellschaft“
Seine Kameradinnen und Kameraden bezeichnete Bach als „Eckpfeiler der Gesellschaft und Vorbild für die Gemeinschaft“.
Mit feiner Ironie zählte er zugleich auf, was das freiwillige Engagement bei der Feuerwehr bedeutet: „unbezahlbare Augenblicke, unbezahltes Ehrenamt, kostenlose Übungen und Einsätze zu jeder Tages- und Nachtzeit“.
OB Leibe beeindruckt vom Zusammenhalt in Zewen
Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich angesichts der vielen Gäste beeindruckt vom Zusammenhalt im Ortsbezirk.
„Es ist ein fantastisches Bild, dass wirklich alle in der Halle sind!“, sagte Leibe beim Festakt. Gerade angesichts vergangener Krisen und Katastrophen sei es ein gutes Gefühl, sich auf die Feuerwehr verlassen zu können.
Der Oberbürgermeister dankte allen Beteiligten, besonders Wehrführer Stefan Bach, aber auch den Familien der Feuerwehrleute, die ihre Angehörigen in ihrem Einsatz unterstützten.
Auch Andreas Kirchartz, Leiter der Trierer Berufsfeuerwehr, hob die Bedeutung der Wehr hervor. Besonders betonte er die gute Jugendarbeit im Ort, die auch für Nachwuchs bei der Berufsfeuerwehr sorge.
Neuaufnahmen, Beförderungen und Ehrungen
Im Rahmen des Festakts wurden mehrere Mitglieder neu in die Freiwillige Feuerwehr aufgenommen, befördert oder für ihr Engagement geehrt.
Neu aufgenommen wurden Feuerwehrfrauanwärterin Sophie Madertz, Feuerwehrmannanwärter Marcel Masselter, Feuerwehrmann Justus König, Oberfeuerwehrmann Mark Kiefer und Löschmeister Matthias Schülter.
Befördert wurden Nico Linz zum Feuerwehrmann, Svenja Mohr zur Feuerwehrfrau sowie Rajeev Gupta und Sebastian Schüssler zu Brandmeistern.
Für zehn Jahre Tätigkeit wurden Guido Hochreiter, Svenja Plein und Stephan Werner geehrt, Marc Kiefer für 15 Jahre.
Eine besondere Auszeichnung erhielt Wehrführer Stefan Bach: Für 45 Jahre Engagement wurde ihm das Goldene Feuerwehr-Ehrenzeichen mit Eichenlaubkranz verliehen.
Auf die Frage von Oberbürgermeister Leibe, warum er damals zur Feuerwehr gegangen sei, antwortete Bach mit einem Schulterzucken: Schon Großvater und Vater seien bei der Feuerwehr gewesen – da habe er „keine Wahl gehabt“.















