Trierer Welschnonnenkirche hat eine Zwillingsschwester

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Zwei Mal die Welschnonnenkirche. In Trier (links) und in Luxemburg

Bildquelle: Veranstalter

TRIER. Die Welschnonnenkirche in der Trierer Flanderstraße ist ein barockes Kleinod im Reigen der vielen Gotteshäuser in Trier. Auch wenn sie etwas abseits im Schatten des Domes liegt, macht die ehemalige Klosterkirche, in der unter anderem die älteste Orgel Triers steht, immer wieder von sich reden. Kaum jemand aber weiß, dass sie eine Zwillingsschwester in Luxemburg hat.

Tatsächlich gibt es zur Trierer Welschnonnenkirche eine Zwillingsschwester in Luxemburg. Der Trierer Förderverein Welschnonnenkirche e.V. bietet am Samstag, 28. Februar Konzerte und Besichtigung in beiden Kirchen an. Sowohl die Trierer als auch die Kirche in Luxemburg haben Stumm-Orgeln; in Trier spielt der Titualarorganist der Echternacher Basilika, Paul Kayser, in Luxemburg der Trierer Domorganist Josef Still. Beide Kirchen wurden vom gleichen Architekten gebaut und die Auftraggeberin war jeweils die Congrégation Notre-Dame, der Orden Lothringer Schulschwestern, die in Trier „Welschnonnen“ genannt wurden.

Zwei Kirchen eines Trierer Architekten

1627 ließen sich die Schwestern in Luxemburg nieder. Von Luxemburg aus gründeten drei von ihnen 1640 eine Niederlassung in Trier. Die heutige Protestantische Kirche in Luxemburg ist dabei eines der Zeugnisse, wie sich die sakrale Architektur einer Trierer Kirche in Luxemburg widerspiegelt: Die zwei Kirchen sind herausragende spätbarocke Denkmäler, entworfen vom Trierer Augustinerbruder Joseph Walther.

Gruft in Luxemburg noch zugänglich

Identisch ist bei den Zwillingskirchen etwa die Gruft der Nonnen. Die unter dem Eingangsbereich befindliche Nekropole der Schwestern ist in Trier leider vor etwa 50 Jahren mit einer Betondecke verschlossen worden und somit nicht zugänglich. An gleicher Stelle wie in Trier befindet sich in der heutigen Protestantischen Kirche die Gruft der Schulschwestern, die besichtigt werden kann.

Stumm-Orgeln in Trier und Luxemburg

Wie in Luxemburg dominiert auch in Trier die große Nonnenempore einen großen Teil des Kirchenraumes. In Trier ziert eine Orgel der Gebrüder Stumm von 1757 die Empore. In Luxemburg steht ebenfalls ein Instrument aus der Hunsrücker Manufaktur, erbaut 1877.

Einen besonderen Stellenwert erhält die Veranstaltung am 28. Februar durch die Schirmherrschaft der Stadt Luxemburg. Hier der Zeitplan im Detail:

10.30 Uhr Welschnonnenkirche in Trier (Flanderstraße) Einführung von Marc Jeck (Luxemburg). Kleines Orgelkonzert mit Paul Kayser (Titularorganist in Echternach) an der Stumm-Orgel von 1757. Besichtigung von Kirche, Nonnenempore und Kapitelsaal.

Busfahrt nach Luxemburg; Abfahrt bei Katasteramt: Ecke Dewora-/ Sichelstraße. 15 Uhr Welschnonnenkirche Luxemburg, heute Protestantische Kirche (5, rue de la Congrégation). Vortrag von Marc Jeck, Luxemburg. Orgelkonzert mit Josef Still (Domorganist in Trier) an der Stumm-Orgel von 1877. Besuch der Krypta mit Grablege der Schwestern.
Weinempfang – vin d’honneur – durch die Stadt Luxemburg

16.30 Uhr Besuch des früheren Welschnonnenaltars in der nahegelegenen Kirche St. Michel, Luxemburg

Eine Anmeldung zur Fahrt ist nötig. Kosten: 25 EURO incl. kleines Programmheft und Fahrt nach Luxemburg und zurück. Anmeldung bei Josef Still, Fax 0651-41455 Josef.Still@t-online.de

Der Erlös des Tages ist zugunsten der Erhaltung der Trierer Welschnonnenkirche

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