Trier: Waldjugendspiele trotzen der Hitze – Kinder entdecken Wald als Klimaschützer

34. Waldjugendspiele am Forstamt Trier-Quint – Staatssekretärin Brixius würdigt Umweltbildungsangebot und Engagement der Helfer

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Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius und Forstamtsleiter Gundolf Bartmann danken den anwesenden Oberstufen- Schülerinnen und -schülern für ihr Engagement. Foto: Rolf Lorig/Landesforsten

TRIER. Trotz hochsommerlicher Temperaturen haben die 34. Waldjugendspiele am Forstamt Trier-Quint erneut zahlreiche Kinder für den Lebensraum Wald begeistert. Aus der Stadt Trier und dem Landkreis Trier-Saarburg hatten sich ursprünglich 29 Schulen mit mehr als 940 Drittklässlerinnen und Drittklässlern angemeldet.

Aufgrund der anhaltenden Hitze sagten einige Schulen ihre Teilnahme kurzfristig ab, sodass letztlich mehr als 600 Kinder an der traditionsreichen Umweltbildungsveranstaltung teilnahmen. Dabei zeigte sich einmal mehr ein besonderer Vorteil des Waldes: Während die Temperaturen außerhalb des Waldes auf bis zu 36 Grad Celsius stiegen, sorgten die Bäume mit einer geringeren Luftfeuchtigkeit und einem Temperaturunterschied von rund sechs Grad für deutlich angenehmere Bedingungen auf dem Parcours.

Zu den Ehrengästen zählte die rheinland-pfälzische Staatssekretärin Dr. Kristina Brixius aus dem Ministerium für Landwirtschaft, Weinbau, Umwelt und Forsten. Die
ursprünglich geplante Siegerehrung konnte aufgrund des geänderten Ablaufs nicht
stattfinden. Stattdessen nutzte die Staatssekretärin gemeinsam mit weiteren Gästen die Gelegenheit, den Parcours zu besichtigen und sich vor Ort ein Bild von den vielfältigen Lern- und Erlebnisstationen zu machen.

Begleitet wurde die Besuchergruppe von Forstdirektor Gundolf Bartmann, Leiter des Forstamtes Trier. Er hob insbesondere das Engagement des BiologieLeistungskurses des Stefan-Andres-Gymnasiums Schweich hervor. Die Oberstufenschülerinnen und -schüler unterstützten die Waldjugendspiele auch in diesem Jahr maßgeblich als Betreuer und Helfer.

Bei den Waldjugendspielen stehen die Kinder, als künftige Schützer des Waldes, im Mittelpunkt“, betonte Bartmann. Neben der Vermittlung von Wissen komme auch der Spaß nicht zu kurz. Bewegungs- und Wasserspiele sorgten für Begeisterung bei den Kindern: „Da gibt es im Wald viel Spaß und positive Energie, eine besondere Motivation ist nicht erforderlich“, berichtet Hieronymus Pauli, der Veranstaltungsleiter.

Landesweit nahmen in diesem Jahr rund 13.000 Drittklässlerinnen und Drittklässler an den Waldjugendspielen an insgesamt 31 Standorten teil. „Das Interesse an den Waldjugendspielen ist ausgesprochen groß“, sagte Staatssekretärin Brixius. Gleichzeitig unterstrich sie die zentrale Bedeutung der Wälder für Klima und Umwelt.

Die Folgen des Klimawandels seien inzwischen deutlich sichtbar: „Der Wald leidet sichtbar.“ Umso wichtiger sei es, junge Menschen frühzeitig für die Herausforderungen und den Schutz der Wälder zu sensibilisieren. Sie würdigte die Arbeit von Waldbesitzern und Forstleuten, die angesichts der zunehmenden Belastungen vor großen Herausforderungen stünden.

Die Waldjugendspiele seien seit mehr als vier Jahrzehnten ein wichtiger Baustein der Umweltbildung in Rheinland-Pfalz und hätten nichts von ihrer Attraktivität verloren. Brixius sprach sich dafür aus, die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Forstamt Trier und dem Stefan-Andres-Gymnasium Schweich fortzuführen. Ihr Dank galt den beteiligten Schülern, allen Helfern, und dem gesamten Team des Forstamtes Trier. Trotz hoher Arbeitsbelastung werde kontinuierlich in die Umweltbildung investiert.

Das Forstamt Trier organisiert jährlich rund 130 Veranstaltungen rund um den Wald. Ziel sei es, Menschen aller Altersgruppen für die Bedeutung des Waldes zu sensibilisieren, erklärte Julia Raser, die als Produktleiterin mit verantwortlich für die Planung und Durchführung ist.

Weitere Informationen zu den Themen und Angeboten des Forstamtes Trier finden
Sie unter: www.wald.rlp.de/forstamt-trier. (Quelle: Rolf Lorig/Forstamt Trier)

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