TRIER. In einer globalisierten, innovationsgetriebenen Wirtschaft ist der Schutz geistigen Eigentums entscheidend für Erfolg und Wachstum – aber auch für den Fortbestand. Das gilt sowohl für kleine und mittelständische, wie auch für große Unternehmen. Wie dieser Schutz aussehen kann, darüber informierte „trierpatent“ mit einem „Tag der offenen Tür“.
Industriegebiet Zewen, Monaiser Straße. Hier, zwischen Industrie- und Handwerksbetrieben, hat „trierpatent“ seit 2013 seinen Sitz. Geschäftsführer ist der promovierte Maschinenbauer Jörg Wagner, der das 1961 von Patentanwalt Schönherr gegründete Unternehmen seit Ende 2025 zu einer Berufsausübungsgesellschaft (BAG) weiterentwickelt hat. Den Namen trierpatent gab Patentanwalt Serwe der Kanzlei schon vor der in den Jahren 2011 und 2012 vor der Übergabe an Dr.-Ing. Jörg Wagner. Auch Jörg Wagner trägt die Berufsbezeichnung „Patentanwalt“, wie auch Bernd Kutsch, der als Diplom-Physiker seit Ende 2025 das Team trierpatent als Mitgesellschafter verstärkt. Bernd Kutschbesitzt darüber hinaus eine Zulassung vor dem Europäischen Patentamt und dem Einheitlichen Patentgericht der EU.
„Wir arbeiten daran, geistiges Eigentum im Interesse unserer Mandanten zu schützen und seine Vermarktung zu ermöglichen oder zu erleichtern. Gleichzeitig ist es unser Ziel, Rechtsstreitigkeiten schon in Vorfeld möglichst zu vermeiden.“. Mit diesen Worten umreißt Geschäftsführer Wagner die Tätigkeit seines Unternehmens. Und macht deutlich: „Patentanwälte sind Experten mit einem abgeschlossenen naturwissenschaftlichen oder technischen Hochschulstudium. Dank eines anschließenden juristischen Zusatzstudiums verbinden sie technisches oder naturwissenschaftliches Wissen mit juristischen Kenntnissen, um so Erfinder und Unternehmen bei der Anmeldung, Durchsetzung und Verteidigung ihrer Patente, Marken, Designs und anderer geistiger Eigentumsrechte optimal beraten und vertreten zu können.
„Hidden Champions“ in der Region
Seit der Gründung der jahrzehntelang einzigen Trierer Patentanwaltskanzlei im Jahre 1961 hat sich in der Region, zu der auch Luxemburg zählt, viel getan. Es gibt eine stattliche Zahl an so genannten ‚Hidden Champions‘ mit sehr interessanten Produktions- und Entwicklungsstandorten. Um bei diesen Unternehmen punkten zu können, bedarf es starker Kompetenzen. „Die haben wir – im verfahrenstechnischen und konstruktiven Bereich, aber auch beispielsweise in der Automobiltechnik, im materialwissenschaftlichen Bereich und in der Automatisierungs- und Sensortechnik“, unterstreichen Wagner und Kutsch. Zu ihren Mandanten gehören eine Vielzahl von Unternehmen aus der Region, die von trierpatent patent-, design- und markenrechtlich vertreten werden.
Erfindungen verlagern sich inzwischen immer mehr in den digitalen Bereich. Ein Beispiel dafür ist der Verein „Eifelkreis digital“. Ein Zusammenschluss regionaler Unternehmen und Institutionen im Eifelkreis Bitburg-Prüm, der die Erforschung, Entwicklung und Anwendung digitaler Technologien – insbesondere Künstlicher Intelligenz – fördert und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft organisiert. In Digitalisierungsprojekten sei der Geheimnisschutz besonders für sehr wichtig. Ob eine Patentanmeldung anzustreben sei, stehe oft lange nicht fest, so Wagner.
„Wer seine Innovation erfolgreich vermarkten will, braucht möglicherweise weitere Unterstützung, entweder ganz außerhalb der Rechtsberatung oder auf angrenzenden Rechtsgebieten. Unser Netzwerk kann dabei behilflich sein“, erklärt Wagner. Zu diesem Netzwerk gehören beispielsweise spezialisierte Rechtsanwälte, mit denen trierpatent eng zusammenarbeitet.
Teil dieses Netzwerkes ist auch die „trierfind GmbH“, ein Dienstleister, der einen unternehmensberatenden statt rechtsdienstleistenden Ansatz besitzt. Hier konzentrieren sich Experten beispielsweise darauf, Firmen im Umgang mit Daten fit zu machen. Der Faktor Mensch spielt dabei eine sehr große Rolle, denn Verhaltensweisen sind zu trainieren. Nachhaltig lässt sich ein Geheimnisschutz nur sicherstellen und werden Innovationen zu Firmenwissen, wenn ein verantwortungsvoller Umgang mit vertraulichen Daten gelebt wird
Geschäftsgeheimnis ist von existenzieller Bedeutung
„Jedes Unternehmen besitzt Firmenwissen, das als Geschäftsgeheimnis von existenzieller Bedeutung ist. Dieses Wissen sollte identifiziert, geschützt und bewahrt werden, so dass beispielsweise ein Mitarbeiterwechsel die Zukunft oder den Erfolg eines Unternehmens nicht gefährdet“, erläutert Jörg Wagner. In diesem Zusammenhang muss das in Deutschland seit 2019 gültige Geschäftsgeheimnisgesetz beachtet werden.
Mit dem durch den erfahrenen HR-Experten und Wirtschaftsingenieur Bernd Friedrich mitentwickelten Workshop-Programm „TRYVA“, das im Marketing von der Investitions- und Strukturbank (ISB) gefördert wurde, stellt„trierfind“ den Unternehmen ein gewerbliches Serviceangebot ohne Rechtsberatung zur Verfügung. TRYVA-Workshops helfen dabei, in den Unternehmen Strukturen und Kompetenzen aufzubauen, um insbesondere Geschäftsgeheimnisse zu identifizieren und Firmenwissen zu sichern.
Was hat sich „trierpatent“ für die Zukunft vorgenommen? „Durch die Umstellung in eine Kapitalgesellschaft in Form einer Berufsausübungsgesellschaft wollen wir nicht nur die Unternehmenskontinuität strukturell absichern, sondern auch weiteres Unternehmenswachstum begünstigen. Dazu sind wir jetzt organisatorisch, rechtlich und personell gut aufgestellt.“















