40 Jahre UNESCO-Welterbe: Trier feiert 2026 ein großes Jubiläumsjahr

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Im Bild: Sarah Heil (Pressesprecherin Innenministerium RLP), Simone Schneider (Staatssekretärin Innenministerium), OB Wolfram Leibe, Dr. Heike Otto (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz) Foto: Dr. Alexander Scheidweiler

TRIER. Römer, Dom und Liebfrauenkirche im Rampenlicht: Mit einem großen Festjahr feiern das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier 2026 ein besonderes Jubiläum. Seit 40 Jahren zählen die römischen Monumente, der Dom St. Peter und die Liebfrauenkirche zum UNESCO-Welterbe – ein Anlass, den Trier mit Kultur, Musik, Lichtkunst und Mitmachaktionen für alle Generationen begeht.

Festjahr in Trier verbindet Geschichte und Gegenwart

Gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern haben das Land Rheinland-Pfalz und die Stadt Trier ein vielfältiges Programm für das gesamte Jahr 2026 auf die Beine gestellt. Ziel ist es, das Trierer Welterbe neu erlebbar zu machen – mit Veranstaltungen, die Geschichte, Gegenwart und Zukunft der einzigartigen Bauwerke miteinander verbinden.

Foto: Dr. Alexander Scheidweiler

Von Ausstellungen und Konzerten über Lichtinstallationen und Familienfeste bis hin zu wissenschaftlichen Vortragsreihen reicht das Spektrum. Das Festjahr richtet sich dabei nicht nur an Touristen, sondern ausdrücklich auch an die Triererinnen und Trierer selbst.

Lichtkunst, Konzerte und Römerwochenenden

Die Welterbebeauftragte der Landesregierung, Staatssekretärin Simone Schneider, betonte die Lebendigkeit des Programms:

„Das Jubiläumsjahr 2026 zeigt, wie lebendig Welterbe sein kann – mit einer spektakulären Lichtinszenierung in der Konstantin-Basilika, römischen Wochenenden zum Mitmachen und namhaften Künstlerinnen und Künstlern von Giovanni Zarrella bis Katie Melua bei Open-Air-Konzerten im Amphitheater.“

Auch ungewöhnliche Formate sollen das Welterbe in den Alltag bringen: Ein neues Pixi-Buch zum Trierer Welterbe sowie eine HARIBO-Sonderedition, bei der sich die Porta Nigra als Fruchtgummi genießen lässt, richten sich gezielt an Familien und Kinder.

Trier als Aushängeschild für Rheinland-Pfalz

Schneider unterstrich zudem die internationale Bedeutung der Stadt:

„Die einzigartige Dichte der Monumente, ihre internationale Strahlkraft und die vorbildliche Zusammenarbeit von Land, Stadt und Kirchen machen Trier zu einem echten Aushängeschild für Rheinland-Pfalz.“

Auch Triers Oberbürgermeister Wolfram Leibe zeigte sich stolz:

„Über das gesamte Jahr hinweg erwartet Besucherinnen und Besucher ein vielseitiges Programm. Das Welterbe verbindet uns, macht uns stolz und erinnert uns daran, dass wir Teil einer langen Geschichte sind.“

Zentrum der Antike in Deutschland

Dr. Heike Otto, Chefin der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, hob die kulturelle Bedeutung des Jubiläums hervor:

„Das Welterbe ist nicht nur touristischer Magnet, sondern Teil der städtischen Identität. Trier ist und bleibt das Zentrum der Antike in Deutschland.“

Besonders die Römerwochenenden sowie die Konzerte im Amphitheater sollen 2026 ein Comeback feiern und wieder Besucherinnen und Besucher aus nah und fern anziehen.

Feierlicher Auftakt am 31. Januar 2026

Der offizielle Start des Jubiläumsjahres findet am 31. Januar 2026 mit einer öffentlichen Eröffnungsveranstaltung in der Konstantin-Basilika statt. Höhepunkt des Abends ist die Premiere einer eigens entwickelten Laser-, Licht- und Rauminszenierung des international renommierten Lichtkünstlers Manfred Olma.

Mit modernster Lasertechnik wird der monumentale Innenraum in eine visuelle Reise durch 2.000 Jahre Welterbegeschichte verwandelt – begleitet von einer Live-Improvisation auf der Basilika-Orgel.
Die Inszenierung ist vom 1. bis 8. Februar 2026 täglich in den Abendstunden bei freiem Eintritt zu erleben. Eine winterliche Open-Air-Lounge auf dem Vorplatz rundet das Erlebnis ab.

Trier seit 1986 Teil des Welterbes

Mit der Aufnahme der römischen Monumente, des Doms St. Peter und der Liebfrauenkirche im Jahr 1986 gehört Trier seit 40 Jahren zum exklusiven Kreis der UNESCO-Welterbestätten. Weltweit gibt es rund 1.250 Welterbestätten in 170 Ländern, davon 55 in Deutschland.

Trier steht damit auf einer Ebene mit Wahrzeichen wie den Pyramiden von Gizeh, der Chinesischen Mauer oder der Akropolis von Athen – einige davon wurden sogar erst später in die Welterbeliste aufgenommen.

Alle Infos online

Das komplette und laufend aktualisierte Programm des Jubiläumsjahres ist abrufbar unter:
👉 www.trier-info.de/40-jahre-welterbe

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