KYLLBURG/MAINZ/BERLIN. Nichts los im Dorf? Kulturflaute auf dem Land? In Rheinland-Pfalz bekommen nun drei Projekte für Kultur, Zusammenhalt und Demokratie in ländlichen Gegenden eine Millionenförderung vom Bund.
Jeweils 1,5 Millionen Euro gehen an:
- den Eifelkreis Bitburg-Prüm: Mäander
- den Landkreis Ahrweiler: KulTOURnetz
- den Landkreis Bad Kreuznach: jugend.macht.kultur Kinder- & Jugendkultur mobil
Es geht darum, Künstler einzuladen, Festivals auf die Beine zu stellen oder leerstehende Gebäude als Treffpunkte wiederzubeleben, wie Kulturstaatsminister Wolfram Weimer mitteilte. Bundesweit werden 30 Projekte gefördert. Im Saarland erhält der Landkreis Merzig-Wadern das Geld für das Projekt Kultur-Labore Merzig-Wadern.
Projekt „Mäander“
Mit dem Projekt „Mäander“ entsteht im Eifelkreis Bitburg-Prüm ein Labor für Festkultur. Es stärkt die Gemeinschaft, fördert Beteiligung und verbindet Traditionen mit frischen Ideen. Das Herzstück ist das Mäander_Mobil, ein Bauwagen, der mit dem Traktor ins eigene Dorf gezogen werden kann und zentrale Plätze belebt.
Ein Netzwerk aus Kunstschaffenden, Dorfgemeinden und lokal Engagierten entwickelt zudem das „Kochbuch der Eifel“, das kulturelle und soziale „Rezepte“ vereint und von vielen Weiteren genutzt werden kann. „Mäander“ schafft Begegnungen und hinterlässt Spuren. Mit der Millionenförderung wird das Projekt sicherlich noch weiter belebt und ausgebaut.
Wichtige Investition in die Kulturlandschaft
Ziel sei, mit kulturellen und künstlerischen Vorhaben Zusammenhalt und Bürgerbeteiligung auf dem Land zu fördern, teilten die Macher von «Aller.Land» zur Vorstellung der ausgewählten Projekte mit. Beworben hatten sich 97 Initiativen. An der Finanzierung der 45 Millionen Euro für die Jahre 2025 bis 2030 ist die Bundeszentrale für politische Bildung beteiligt. Die Bundesländer sind mit einer Kofinanzierung von zehn Prozent dabei.
















