TRIER. „Weed & Wine – Der Duft der neuen Zeit“ – was sich auf den ersten Blick wie ein Werbeslogan aus Kalifornien anhört, könnte schon bald Trierer Realität werden. Wie lokalo.de aus gut vernetzten Kreisen erfahren haben will, kursieren derzeit ernsthafte Überlegungen, das Angebot neben dem Weinstand auf dem Hauptmarkt um einen Cannabis-Pavillon zu erweitern.
Ganz nach dem Motto: Wer zum Riesling greift, darf künftig auch entspannter durchatmen. Wein und Cannabis – warum denn eigentlich nicht?
Der Weinstand als Dauerbrenner – und Türöffner für Neues?
Von Mitte März bis Anfang November zieht der Weinstand, vermarktet von der Trier Tourismus GmbH, jedes Wochenende Hunderte von Menschen an und bietet bis in die späten Abendstunden eine Alternative und Konkurrenz zur ganzjährig ansässigen Gastronomie der Innenstadt.
Dass dort insbesondere am Wochenende oft mehr Promille als bezahlbare Parkplätze in der Stadt zirkulieren, wurde lange Zeit unter dem wohlmeinenden Begriff „urbanes Lebensgefühl“ verbucht. Nun aber könnte dieses Gefühl eine neue Dimension erreichen, der Trierer Hauptmarkt vielleicht bald um eine „facettenreiche Duftnote“ reicher sein.
Der Duft der neuen Zeit
Laut Insiderquellen werde innerhalb der Stadt über eine kulinarisch-konzeptionelle Erweiterung nachgedacht. Der geplante Zusatz: ein Cannabis-Stand, schlicht „Weed & Wine“ genannt, in direkter Nachbarschaft zur Rebe. Und laut exklusiven Informationen vom heutigen 1. April sei das Projekt „begegnungsfördernd, tiefenentspannend und touristisch anschlussfähig“.
Kirchliche Integration? „Räucherprozession des Friedens“
Die kulturelle Rahmung lässt ebenfalls aufhorchen. Denn ein bemerkenswerter Aspekt der Überlegungen betrifft überraschend eine mögliche kirchliche Einbindung. Laut informellen Quellen sei sogar eine „Räucherprozession des Friedens“ in Vorbereitung.
Geplant sei, dass ein hochrangiger Vertreter des Bistums täglich um 17 Uhr mit einem speziell befüllten Weihrauchfass über den Hauptmarkt schreitet. Der Inhalt: Bio-Cannabis aus dem Ruwertal, sorgfältig fermentiert und – selbstverständlich – rein spirituell zu verstehen.
Der Heilige Geist kam auch als Rauch
„Wir sind offen für neue Wege der Versöhnung. Und wenn’s dafür mal ein bisschen duftet – nun ja, der Heilige Geist kam auch als Rauch“, soll ein kirchennaher Kulturbeauftragter gesagt haben. „Und mal ehrlich: Auch Paulus hätte sicher nichts gegen ein bisschen innere Entspannung gehabt.“
Wann geht’s los?
Offiziell beschlossen ist bislang natürlich nichts. Doch aus mehreren gut gelaunten Quellen heißt es, der „Pilotbetrieb“ könne am 1. Mai starten, als Zeichen einer neuen, entspannteren Innenstadtpolitik. Intern sei von einer „atmenden Projektphase“ die Rede – was in Trier gemeinhin bedeutet: Es passiert etwas. Irgendwann. Vielleicht.
Begeisterung auf dem Markt
Bei vielen Weinstandbesucherinnen und -besuchern stößt die Idee dennoch auf positives Echo. „Endlich passiert mal wieder was für die Leute in dieser Stadt – und nicht nur für Fahrradfahrer, Umweltliebhaber und Theaterfreunde“, murmelt ein Passant, hebt sein Glas und genießt einen kräftigen Schluck Riesling.
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Wenn das realisiert wird hat der Weinstand mich gesehen.
Wer steht schon gerne im Qualm von diesem stinkenden Dreck!
Wenn Sie aufs Datum schauen werden Sie merken, dass Ihr Aktionismus zweckfrei ist ;D
April April. Nice try