TRIER. In Pallien musste am Donnerstagmorgen ein massiver Felsblock aus einem Hang entfernt werden, um eine akute Gefahr für ein angrenzendes Wohnhaus zu bannen.
Das Gestein hatte sich nach Angaben der Stadt Trier bereits stark von der Felswand gelöst und drohte abzurutschen. Dank des schnellen Eingreifens von Experten konnte ein unkontrollierter Felssturz verhindert werden.
Drohnenuntersuchung deckt gefährliche Abspaltung auf
Die Alarmierung erfolgte im Februar, als Mitarbeitende von StadtRaum Trier im Zuge der Untersuchung einer Stützmauer großflächig Efeu von der Natursteinmauer und dem darüberliegenden Hang entfernten. Dabei entdeckten sie eine deutliche Gesteinsabspaltung. Eine Drohnenuntersuchung bestätigte den Verdacht: Ein rund zwei Kubikmeter großer Felsblock hatte sich bereits weitgehend gelöst und stellte eine erhebliche Gefahr für die darunterliegenden Gärten und ein Wohnhaus dar.
Spezialteam entfernt Felsblock – mit Kletterausrüstung und Wagenheber
Aufgrund der hohen Einstufung der Gefahr wurde kurzfristig eine Fachfirma für Felssicherung beauftragt. Zwei erfahrene Mitarbeiter der Firma Gudelj seilten sich mit Kletterausrüstung in den Hang ab und begannen mit der kontrollierten Entfernung des Felsblocks. Dabei setzten sie auf klassische Werkzeuge wie Hammer und Meißel – sowie einen handelsüblichen Wagenheber.
Diese Methode erwies sich als effektiv: Der Felsblock wurde gezielt aus der Wand gelöst, ohne unkontrolliert abzurutschen und Schäden zu verursachen.
Doch die Gefahr ist noch nicht ganz gebannt: An einer weiteren Stelle der Böschung haben sich ebenfalls Teile des Gesteins gelöst. Da diese nicht gefahrlos entfernt werden können, wird in der kommenden Woche ein Drahtnetz zur Sicherung des Hangs angebracht.

















