“Wir erleben momentan nur die Anfänge”: LKA-Chef warnt vor KI bei Enkeltricks

Anrufe angeblicher Polizisten sind seltener geworden. Die Enkeltricks aus Call-Centern verändern sich ständig. Bald könnten die Täter bei ihren Anrufen auch künstliche Intelligenz einsetzen.

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Tasten einer beleuchteten Tastatur. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Symbolbild

MAINZ. Der Chef des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts Mario Germano warnt vor Betrüger-Anrufen mit gefälschten Stimmen. «Noch gibt es keinen bestätigten Fall in Rheinland-Pfalz vom Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), aber das ist ein ganz großes Risiko und wird uns beschäftigen», sagte der LKA-Chef der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Die Täter könnten mit KI Stimmen simulieren, so dass der gefälschte Anruf echt klinge. Germano empfiehlt daher Code-Wörter für den Fall solcher Anrufe zu vereinbaren.

Die sogenannten Enkeltrick-Betrüger arbeiteten sehr stark technikbasiert. Sie könnten mit den von ihnen verwendeten Nummern in den Displays sogar den Eindruck erwecken, die Polizei rufe an. Die Anrufe angeblicher Polizisten seien zwar weniger geworden. «Dafür kommen mehr andere Geschichten.» Ein Beispiel seien Anrufe angeblicher Staatsanwälte oder Amtsgerichte, die behaupteten die Tochter oder der Sohn des Angerufenen habe einen tödlichen Unfall verursacht und brauche dringend Geld. Dabei wimmere im Hintergrund jemand «Mama, Mama, ich brauche Hilfe!»

«Wir erleben momentan nur die Anfänge«, warnte Germano. «Nicht nur die Polizei, sondern die gesamte Gesellschaft ist hier gefordert.» (Quelle: dpa)

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