“Exzessartig” auf Krawall aus: Ebling erwartet mehr Stadionverbote für Randalierer

Pyrotechnik und Gewalt - zuletzt gab es häufiger unschöne Szenen in deutschen Fußballstadien. Das treibt auch den rheinland-pfälzischen Innen- und Sportminister um, der sich auch an Vereine wendet.

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Michael Ebling, Minister des Innern und für Sport von Rheinland-Pfalz. Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/Archivbild

MAINZ. Der rheinland-pfälzische Innenminister Michael Ebling wünscht sich angesichts zunehmender Gewalt in Fußballstadien klare Ansagen und Sanktionen von Vereinen. Es habe zuletzt Fälle gegeben, bei denen Täter geradezu «exzessartig» auf Krawall aus gewesen seien, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. «Das geht dann auch über das der Polizei bekannte Klientel hinaus.»

Bei den jüngsten Krawallen in Frankfurt etwa rund um das Spiel der Eintracht gegen den VfB Stuttgart seien auch sechs rheinland-pfälzische Polizisten verletzt worden. Über die Entwicklungen bei Fußballspielen müsse man sich Gedanken machen, sagte Ebling, der auch Sportminister ist. «Auch bewusste Provokationen sind immer stärker zu erkennen.» Dem müssten auch Vereine entschieden entgegentreten. «Es beginnt mit der Klarstellung, dass die Polizei für die Durchsetzung des Rechts da ist», sagte Ebling. Die Vereine hätten schlicht auf der Seite des Rechts zu stehen. «Ich erwarte von jedem Verein, egal wo er spielt und wie er heißt, egal ob Profiligen oder Amateure, dass er sich klar gegen Gewalt positioniert.»

In Rheinland-Pfalz bestehe ein guter Kontakt zu den Vereinsspitzen etwa in Mainz und Kaiserslautern. «Wir haben gemeinsam den Auftrag, Gewalt zu verdammen und geeignete Maßnahmen zu treffen», sagte der Minister. «Aber dass man öfter Gebrauch machen sollte von Stadionverboten, das würde ich auch an rheinland-pfälzische Vereine adressieren wollen.»

Erkennbar würden Randalierer mit Stadionverboten am härtesten getroffen. Es müsse auch noch deutlicher gemacht werden, dass das Abfackeln von Pyrotechnik in Stadien keinen Platz haben dürfe und gefährlich sei. «Es sind Notwendigkeiten, die gilt es, regelmäßig zu betonen und seitens der Vereine entgegenzutreten.» (Quelle: dpa)

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