SAARBRÜCKEN. Ein Aufschwung in der Saarwirtschaft ist nicht in Sicht. Die Erwartungen der Unternehmen seien weiterhin verhalten, teilte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saarland am Mittwoch in Saarbrücken mit. Nach einer Umfrage rechneten in den nächsten sechs Monaten nur 3 Prozent der Betriebe mit besseren, 16 Prozent dagegen mit schlechteren Geschäften.
Die restlichen 81 Prozent gingen von einer gleichbleibenden Entwicklung aus. An der Umfrage im Oktober hatten sich laut IHK rund 300 Unternehmen mit gut 100.000 Beschäftigten beteiligt.
«Während die meisten großen Volkswirtschaften nach der Corona-Krise und dem Ukraine-Schock wieder in die Wachstumsspur zurückgefunden haben, fällt Deutschland weiter zurück», teilte Hauptgeschäftsführer Frank Thomé mit. «Exorbitante Energiepreise, hohe Steuern, eine teils marode Infrastruktur und ein Übermaß an Bürokratie belasten den Standort ebenso wie der sich immer weiter verschärfende Arbeitskräftemangel.»
Weder die Milliarden aus dem Klima- und Transformationsfonds noch das Wachstumschancengesetz könnten strukturelle Defizite ausgleichen. Es sei «höchste Zeit für eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik, die Arbeiten und Investieren in Deutschland wieder attraktiv macht», sagte Thomé. Es brauche «endlich eine Investitionsoffensive». Hierbei sei «Mut und Tempo gefragt, wenn die Wachstumslücke zu anderen Ländern nicht noch größer werden soll». (Quelle: dpa)
















