Durchwachsene Pilzsaison in Rheinland-Pfalz – positives Fazit für Eifel und Westerwald

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Ein Pilzsachverständige hat einen Steinpilz gefunden. Foto: Thomas Frey/dpa/Archivbild

VALLENDAR/MAINZ. Die Pilzsaison in Rheinland-Pfalz ist nach Ansicht von Experten bislang eher durchwachsen verlaufen. Nach einem frühen Saisonstart Mitte August habe der trockene und warme September für ein eher verhaltenes Pilzaufkommen gesorgt, sagte der Mainzer Pilzsachverständige Oliver Bieg: «Meine Erfahrung im Wald war bislang eher durchschnittlich.»

Für den Experten deutet seine in diesem Herbst geringe Zahl an Pilzberatungen auf eine nicht allzu pilzreiche Saison. «Die Menge an Pilzen war im September und Oktober schon unbefriedigend», sagte auch Wolfgang Prüfert von der Deutschen Gesellschaft für Mykologie.

Für die Eifel und den Westerwald zog der Pilzsachverständige Helmut Kolar aus Vallendar bei Koblenz ein positiveres Fazit: «Die Pilzsaison ist eigentlich ganz gut dieses Jahr.» Es habe sich zwar nicht um eine Saison mit außergewöhnlich vielen Pilzen gehandelt, dennoch seien relativ viele höherwertige Pilzarten vorgekommen, sagte Kolar. «Ich habe mehrere Exkursionen geführt, die Leute haben viel gesammelt.»

Mit der globalen Erwärmung verschiebt sich laut Kolar auch die klassische Pilzsaison: «Früher war im November praktisch Schluss, durch die Klimaverschiebung ist es auch im November möglich zu sammeln.» Meist ende die Saison dann mit dem ersten richtigen Frost, erklärte Oliver Bieg.

Unerfahrenen Sammlerinnen und Sammlern raten die Experten vor dem Essen der Pilze zur Vorsicht: «Grundsätzlich darf nur verzehrt werden, was man ganz genau kennt. Wenn man sich nicht absolut sicher ist, soll man einen Experten zurate ziehen», sagte Bieg. Sachverständige bieten demnach Beratungen an, um die Pilzart zu bestimmen. Bei Pilzvereinen gibt es von Experten begleitete Pilzsuchen. (Quelle: dpa)

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