IHK-Umfrage: Aufschwung bleibt nach Energiekrise in Rheinland-Pfalz aus

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Die Suche für einen Nachfolger des eigenen Unternehmens ist oft schwer. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa

MAINZ. Unter anderem die Energiepreise und der Fachkräftemangel belasten einer Umfrage unter rheinland-pfälzischen Unternehmen weiter die Wirtschaft und bremsen die Zuversicht.

Es gebe zwar keinen weiteren Einbruch, aber auch der ersehnte Aufschwung bleibe aus, bilanzierte die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern (IHK) in Rheinland-Pfalz mit Blick auf die Ergebnisse ihrer Konjunkturumfrage zum Frühsommer.

Die Rezessionsgefahr sei noch nicht gebannt. Von den insgesamt 942 Unternehmen, die laut der Kammern an der Umfrage teilnahmen, rechneten über die Hälfte (56 Prozent) mit einer höchstens gleichbleibenden und 29 Prozent sogar mit einer schlechteren Geschäftsentwicklung in den kommenden zwölf Monaten. 70 Prozent der befragten Firmen wollen demnach ihre Investition auf gleichem Niveau halten oder herunterfahren, 83 Prozent rechneten mit einer gleichbleibenden oder mit geringerer Beschäftigung.

Politik und Wirtschaft hätten enorme Kraftanstrengungen unternommen, um die Energiekrise aus dem vergangenen Herbst zu bewältigen, sagte der Hauptgeschäftsführer der IHK-Arbeitsgemeinschaft, Arne Rössel. «Und doch zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse, dass die Lage vieler Unternehmen nach wie vor fragil bleibt.» Es fehle vielen Unternehmerinnen und Unternehmern an Zuversicht. Als größte Probleme wurden die Energiepreise, der Fachkräftemangel und die Arbeitskosten genannt. Die strukturellen Herausforderungen des Arbeitsmarktes lägen wieder gleichauf mit krisenbedingten Energie- und Rohstoffrisiken, erklärte Rössel.

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