Angriff auf Polizisten: 20-Jähriger will unbedingt in den Knast – keine Ladung zum Haftantritt

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Ein Stacheldrahtzaun umzäunt das Gelände einer Justizvollzugsanstalt. Foto: Bernd Weißbrod/dpa/Symbolbild

NEUNKIRCHEN. In den frühen Morgenstunden des 17.2. rief ein 20-jähriger, syrisch-stämmiger Mann über Notruf die Polizei an und gab an, in den „Knast“ zu müssen. In der Innenstadt wurde er schließlich von den Beamten angetroffen. Er konnte keine Ladung zum Haftantritt oder gar einen Haftbefehl vorlegen.

In den polizeilichen Informationssystemen konnte darüber hinaus auch kein entsprechender Haftbefehl ausgemacht werden. Als ihm dies eröffnet wurde, reagierte der Mann hierauf mit Unverständnis und wurde den Beamten gegenüber sofort aggressiv. Er wollte vehement, dass die Beamten ihn nun ins Gefängnis bringen. Sämtliche Versuche den Mann zu beruhigen, schlugen fehl. Er steigerte sich derart in seine Aggression hinein, dass er die Beamten schließlich mit erhobenen Fäusten attackierte.

Diese wollten die Örtlichkeit eigentlich schon verlassen. Der Mann musste schließlich unter Anwendung von Zwang zu Boden verbracht werden, wobei er heftigen Widerstand leistete und weiter versuchte, die Beamten zu verletzen. Er wurde letztlich zur Polizeiinspektion Neunkirchen verbracht.

Nach richterlicher Entscheidung wurde er schließlich einem psychiatrischen Krankenhaus zugeführt. Durch den Einsatz wurde er leicht verletzt, die Beamten blieben unverletzt. Den Mann erwarten nun mehrere Strafverfahren. (Quelle: Polizeiinspektion Neunkirchen)

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