“Wir haben viele Bilder im Kopf”: Ahr-Bürgermeister sehen Chancen nach Flutkatastrophe

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Brachflächen, Baustellen und die zerstörte Eisenbahnbrücke über die Ahr prägen das Ortsbild. Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild

DÜMPELFELD. Fast eineinhalb Jahre nach der Sturzflut im Ahrtal blicken die betroffenen Gemeinden zunehmend auf Chancen nach der Katastrophe. «Die Flut bietet uns eine Chance, dass wir uns jetzt Dinge überlegen können, die ohne sie nicht möglich gewesen wären», sagte der Ortsbürgermeister von Rech, Benjamin Vrijdaghs, am Mittwoch in Dümpelfeld (Kreis Ahrweiler) nach einem Gespräch von rund 30 Kommunalvertretern im Ahrtal mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Innenminister Michael Ebling (beide SPD). «Wir haben viele Bilder im Kopf.»

Als Beispiel nannte der Bürgermeister im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur den Ausbau von schnellem Internet in seiner Gemeinde. «In einem kleinen Ort wie Rech hätten wir sonst in 100 Jahren keine Glasfaser bekommen.» Mit einer hohen Bandbreite aber könnten Menschen in den Ort kommen, die dort leben wollten, weil sie gut von Zuhause aus arbeiten könnten. Wie sieht Rech in drei Jahren aus? «Ich hoffe wunderschön», antwortete Vrijdaghs. «Ich hoffe, dass wir wieder durch Straßen fahren können. Und ich hoffe, dass wir viele Projekte anleiern können, die dann in die Umsetzung kommen.»

Auch der Ortsbürgermeister von Dümpelfeld, Robert Reuter, sprach mit Blick auf den Wiederaufbau von einer «Bereicherung für unseren Ort». In den aufgerissenen Straßen werden jetzt eine neue Stromleitung in die Erde gelegt. «Im Zuge dieser Arbeiten werden 95 Prozent aller Haushalte künftig ein kostenloses Breitbandangebot haben.» (Quelle: dpa)

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