Flüchtlingsunterkunft auf dem Kueser Plateau: Petition fordert Begrenzung

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Flüchtlinge aus der Ukraine bei der Ankunft in Deutschland 2022. Foto: Philipp Schulze / dpa / Archiv

BERNKASTEL-KUES. In einem leerstehenden Hotel auf dem Kueser Plateau entsteht eine Außenstelle der AfA Hermeskeil. Rund 400 Flüchtlinge können dort untergebracht werden. Die ersten sollen schon in den nächsten Tagen kommen.

Zusätzlich wird eine Tennishalle für etwa 600 Flüchtlinge bereitgehalten, die im Bedarfsfall ebenfalls belegt werden kann. Doch gegen die Pläne regt sich Widerstand. Bürger haben nun eine Petition bei change.org zur Begrenzung der Pläne gestartet.

Die Initiatoren loben die „vorbildliche Begrüßungskultur“, mit der die Bevölkerung „in den vergangenen Monaten mit der Aufnahme von nahezu 50 Ukrainer/Ukrainerinnen“ angegangen sei. Jetzt bestehe aber „die Gefahr, dass diese ehrenamtliche positive Willkommenskultur durch das unkoordinierte Vorgehen der diversen Ämter / Verwaltungsabteilungen etc. durch die Ansiedlung von Flüchtlingen auf dem Kueser Plateau verloren geht.“ Die Petition appelliert daher an „an die Verantwortlichen der Stadt Bernkastel- Kues, des Kreises Bernkastel-Wittlich und der Landesregierung in Mainz insbesondere an Frau Dr. Malu Dreyer in ihrer Funktion als Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz und deren untergeordnete Ministerien, die geplante Unterbringung von Flüchtlingen auf dem Kueser Plateau zu überdenken und die Flüchtlingszahlen zu begrenzen.“

Man habe ausdrücklich nichts gegen die Nutzung des Hotels als Flüchtlingsunterkunft, sieht aber große Probleme, sollten zusätzlich Flüchtlinge in der Tennishalle untergebracht werden: „Auf dem Kueser Plateau befindet sich die landesweit größte Einrichtung mit Kurkliniken und 900 Arbeitsplätzen. Wenn in der Tennishalle über 600 Personen leben sollen und 50m daneben die Kliniken Moselschleife und Landshut liegen, könnte dies zu größeren Beeinträchtigungen des Kurbetriebs führen.“

Allein die Belegung des Hotels würde dazu führen, dass die Anzahl der Flüchtlinge diejenige der Bewohner des Plateaus übersteige. Komme noch die Tennishalle hinzu, erreiche die Zahl der Flüchtlinge „ das Vierfache der Einwohnerzahl auf dem Plateau und auf circa 20% der Gesamtbevölkerung von Bernkastel-Kues.“

Die Petenten fordern daher „ein strukturiertes Mediationsverfahren nach dem Mediationsgesetz“, um zu einer Lösung zu kommen: „Den Flüchtlingen ist nicht damit geholfen, wenn sie wegen einer verfehlten Strukturpolitik auf große Ablehnung stoßen.“

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3 Kommentare

  1. Praktisch gesehen ist es mir scheissegal ob dort eine Flüchtlingsunterkunft entsteht oder nicht, die Deutschen sind mir eh zu dröge.
    Aber praktisch zeigt das Plateau wie Kandor in der Flasche die Probleme auf.
    Ich hatte mal vor über 20 Jahren einen indischen Kollegen, der war mit der damaligen deutschen Greencard nach Deutschland gekommen und besass sogar einen Doktortitel in IT. Er wäre auch gerne geblieben, nur leider war es kompliziert bis unmöglich, seine Frau nachzuholen, so dass er dann kurzfristig ein Angebot in der Schweiz akzeptierte.
    Heute kann jeder mehr oder weniger ungeprüft und ungehindert nach Deutschland und selbst wenn er nach langer Prüfung für nicht asylberechtigt befunden wird wird er doch geduldet und kann weiter auf Kosten der Allgemeinheit hier sein. Ich meine, wenn ich die Wahl habe in ein Slum nach Nigeria zurückzukehren oder hier in einer 45qm-Sozialwohnung zu leben, was tu ich da.
    Hierherkommen geht ganz einfach, vor allelm für junge starke Männer.
    Man muss nur mit einem Boot ins Mittelmeer stechen, sobald ein Flüchtlingsschiff in der Nähe ist. die Position eines solchen findet man zb hier:
    https://www.vesselfinder.com/vessels/details/7302225
    dann ist das Risiko abzusaufen gering, denn man kann ja einen Notruf absetzen und das Schiff kommt angedampft. Ich denke das Wichtigste ist gute Planung, dann kann eigtl nichts schief gehen und natürlich muss es nach aussen dramatisch aussehen, Hilfe wir sind am Absaufen, bla.
    Angekommen in Italien kann nichts mehr passieren. Die Italiener lassen einen in der Regel ungehindert nach Norden ziehen und die Schweizer und Österreicher winken durch nach Deutschland.
    Aber wie ich schon geschrieben habe, ein Umbau der deutschen Doofmichelgesellschaft ist aus meiner Sicht wünschenswert, denn in der Coronakrise hat sich gezeigt was für feige Flaschen die Deutschen sind, die sich total überzogene Ängste vor einem für die meisten nur theoretischen Risiko einreden lassen. Ein Ausländeranteil von 50% in Deutschland wäre für mich sehr wünschenswert deshalb finde ich eine Besiedlung des Plateaus mit Neuankömmlingen wünschenswert.

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