++ Aktuell: Nach verheerendem Brand mit einem Toten – aktueller Stand der Ermittlungen ++

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Dachstuhlbrand in Traben-Trarbach; Foto: Agentur Siko

TRABEN-TRARBACH/TRIER. Nach einem Dachstuhlbrand im Mosel-Ort Traben-Trarbach mit einem Todesopfer dauern die Ermittlungen an.

Die Ursache des Brandes von Samstag und auch die Identität des Opfers sind weiterhin unklar, wie ein Polizeisprecher am Sonntag mitteilte. Nach Angaben eines Polizeisprechers von Samstag war die Brandursache wahrscheinlich eine Gasexplosion. Die Polizei ging zudem davon aus, dass es sich bei dem Toten um den Hauseigentümer handeln könnte. Die Identifizierungsmaßnahmen des Opfers dauerten am Sonntag jedoch noch an.

Dachstuhlbrand in Traben-Trarbach; Foto: Agentur Siko

Der am Haus entstandene Schaden belaufe sich ersten Schätzungen zufolge auf etwa 200.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

5 Kommentare

  1. Das Dach ist auf jeden Fall schon einmal ein Faserzementdach von vor 1994, erkennt man am Material.
    Faserzement ist gleich 90% Beton 10% Asbest, da dürften durch die Explosion jede Menge Asbestfasern freigesetzt worden sein, hoffe das wird dann auch gemessen und ggf. wird die umgebung gereinigt. In Belgien war vor ein paar Jahren nach einem Brand in einer Stadt ein ganzes Viertel versucht und musste dekontaminiert werden.

  2. Is es auch, aber Kunstschiefer:
    Guck dir mal die Dachziegel und die Ummantelung des Schornsteins an.
    Die Dachziegel sind so stumpfgrau-rau, das ist typisch für alte Kunstschieferplatten die noch Asbest enthielten. Asbest sieht unterm Elektronenmikroskop wie kleine Hohlnadeln aus und speichert sehr gut Wasser, deshalb siedeln sich mit der Zeit Moose und Flechten an, die die Platten weiter zerstören, sieht man sehr gut an der Kante rechts. Ab dem Zeitpunkt werden dann auch Fasern freigesetzt.
    Das Material der Dachziegel am Schornstein ist hingegen so glatt an der Oberfläche, das ist bereits ein asbestfreies Nachfolgeprodukt, das andere Mineralien als Asbest enthält.
    Wir hatten mal einen Kunden der hatte ein altes Eternitdach auf der Garage und hatte es noch mit einem Besen gereinigt vor der Entsorgung, warum auch immer, was eigentlich verboten und strafbar ist, , der glaubte auch nicht dass das Asbestfasern freisetzte. Wir haben dann um den Preis eines Asbesttests und die Kosten für einen Schutzanzug gewettet und einen Kasten Bier gewettet und von einem Spinnennetz neben dem Dach, auf das der Staub gefallen war, eine Probe genommen und eingeschickt. Das Ergebnis: Enthält Chrysothyl (das ist ein Asbestmineral). Gezahlt hat er.
    Wie erkennt man Kunstschiefer und Naturschiefer?
    Kunstschieferplatten sehen alle gleich aus da in der Fabrik hergestellt.
    Bei Naturschiefer sieht jede Platte anders aus.
    Gruss und hier noch ein krasser Fall aus der Gegend
    https://www.volksfreund.de/region/trier-trierer-land/asbestverseuchung-behoerden-stoppen-gefaehrliche-dachreinigung-im-kreis-trier-saarburg_aid-4989418
    Viele Kollegen glauben, ah ja da passiert nix, aber viele rauchen auch noch nebenher und inhalieren den Dreck dann noch tiefer, es ist aber ein Unterschied ob Du mit 60 oder 80 in die Grube fährst, hinterher sagt keiner danke und viele Chefs im Dachdeckerbereich gucken da auch nicht so genau hin ob sich ihre Angestellten an die Vorschriften halten, wenn etwas schiefgeht wissen sie natürlich von nix. Dem Kunden wird der volle Preis für die Entsorgung von dem Scheiss in Rechnung gestellt und wenn die Mitarbeiter beim Entsorgen keine Einwegmaske oder Schutzanzug aufsetzen spart das dem Chef bares Geld. Wenn Du sowas entsorgst brauchst Du normalerweise einen Vollschutzanzug plus Atemmaske und musst Dich hinterher mit einem Spezialsauger absaugen, sogenannter H2-Sauger, der auch Asbestfasern rausfiltert. Das kostet.
    Ein Kollege von mir ist vor Jahren an Rippenfellkrebs gestorben, der war damals Anfang 60. Er war Dachdecker, bei einer Punktion wurde auch eine hohe Konzentration an Fasern im Lungengewebe festgestellt und letztendlich wurde es als Berufskrankheit anerkannt, aber kurz darauf war er dennoch tot. Deshalb schreibe ich das hier so ausführlich. Klar fällst von einer eingeatmeten Faser nicht gleich tot um aber jede Faser ist ein zusätzliches Risiko.

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