TRIER. Dass der Mond sich vor die Sonne schiebt, kommt nicht alle Tage vor – das letzte Mal liegt 18 Monate zurück. Am Dienstagmittag ist es wieder soweit. Und vielleicht gehören Sie ja zu den Glücklichen, die bei klarem Himmel das Naturphänomen beobachten können.
Zwar spielt das Wetter nicht überall mit, in einigen Regionen gibt es jedoch größere Wolkenlücken. Aus aktueller Sicht sind die Chancen auf größere Lücken im Nordwesten sowie im Süden und auch bei uns im Südwesten am größten. In der Landesmitte sieht es eher trüb und grau aus.
Ab 11.11 Uhr geht das Spektakel in der Region los
Das Schattenspiel beginnt am späten Vormittag des Dienstags. Am Himmel erscheint um 11.11 Uhr in Trier am Rand der Sonne eine winzige schwarze Delle, die eine Stunde später rund ein Füntel bis ein Viertel der gleißend hellen Scheibe bedeckt. Gegen 13.05 Uhr ist der Spuk vorbei, die Sonne scheint wieder makellos. Die höchste Abdeckung der Sonne wird in der Region Trier gegen 12.07 Uhr erwartet.
Im Norden Deutschlands beginnt und endet das Spektakel ein paar Minuten früher. Global gesehen lässt sich diese Sonnenfinsternis in einem großen Gebiet von Nordostafrika bis zum westlichen Asien und von Island bis Sri Lanka beobachten.
Sie wird aber an keinem Ort total sein. Das hängt mit der kosmischen Konstellation an diesem Tag zusammen. Es kommt immer dann zu einer Finsternis, wenn der Neumond zwischen Sonne und Erde vorbeizieht.
Durch Zufall erscheinen die Scheiben der beiden Himmelskörper am irdischen Himmel gleich groß. Im günstigsten Fall kann der Mond die Sonne daher vollkommen abdecken. Am 25. Oktober jedoch gibt es lediglich eine partielle Sonnenfinsternis. Für die Region Trier haben die Wissenschaftler eine Abdeckung von 18,9 Prozent errechnet.
Daher wird es selbst während der maximalen Phase nur unmerklich dunkler. Das bedeutet umso mehr Vorsicht bei der Beobachtung.
Vorsicht: Nur mit Filterbrillen in die Sonne schauen!
Ungeschützt in den Himmel zu schauen, ist aber keine gute Idee. Davor warnt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Denn die Strahlung und das Licht der Sonne können die Netzhaut im Auge schädigen. Und zwar schon innerhalb kürzester Zeit so stark, dass das Sehvermögen dauerhaft leidet. Tückisch daran: Es gibt kein Warnsignal, denn Netzhautschäden schmerzen nicht.
Wie Sie gute Filterbrillen erkennen
Doch wie schützt man sich gut beim Blick in den Himmel? Sich einfach die Sonnenbrille auf die Nase zu setzen, reicht laut BfS längst nicht. Und auch von selbstgebastelten Schutzmitteln wie rußgeschwärzten Gläsern oder schwarzen Filmstreifen raten die Experten ab.
Es muss eine spezielle Sonnenfinsternis-Brille sein. Die erkennt man daran, dass sie nach der Norm DIN EN ISO 12312-2:2015 („Filter für die direkte Beobachtung der Sonne“) zertifiziert sind.
Hat man noch von vorherigen Sonnenfinsternissen eine Brille in der Schublade, darf sie keine Risse oder Beschädigungen haben. Denn dann ist der Filter darin möglicherweise nicht mehr so wirksam wie er sein sollte.
Gefährlich: Kameralinsen bündeln das Licht nochmals
Auch wer die partielle Sonnenfinsternis durch ein Teleskop oder die Kamera beobachten will, braucht Schutz für seine Augen. Umso mehr sogar, denn die Linsen bündeln das Sonnenlicht zusätzlich. Der Rat des BfS lautet daher: Geeignete Filteraufsätze oder Folien aus dem Fachhandel vor der Linse anbringen.















