WIEN. Vor etwa einem Monat wurde die neue Corona-Virusvariante BJ.1 entdeckt. Sie stammt vermutlich aus Indien und ist inzwischen in den USA sowie in Österreich nachgewiesen worden, wie das Nachrichtenportal t-online berichtet. Der Wiener Mutationsforscher Ulrich Elling ist alarmiert.
Elling arbeitet am Institut für Molekularbiologie in Wien und ist Experte für Genom und deren Veränderungen. Die neue Virusvariante bereitet dem Wissenschaftler große Sorgen: „Die neu erworbenen Mutationen sind wirklich eine böse Kombination an kritischen Stellen“, zitiert t-online den Forscher.
Derzeit sind für die Omikron-Variante des Coronavirus drei Sublinien bekannt: BA.1, BA.2 und BA.3. Die nun aufgetauchte Variante BJ.1 sind eine Sublinie der in Deutschland und in anderen Ländern dominierenden BA.2-Sublinie. Laut Elling besitzt BJ.1 aber 14 Mutationen, die es dem Virus erleichtern könnten, in Zellen einzudringen.
Die Häufung von Mutationen erhöht die Wahrscheinlichkeit der sog. „Immunflucht“, d.h. die neue Corona-Variante könnte Antikörpern von Geimpften und Genesenen besser entkommen. Die Fallzahlen seinen zwar noch gering, doch Elling fordert, die neue Sublinie genau zu beobachten und Proben permanent zu sequenzieren.














