Prozessauftakt: IS-Rückkehrerin aus Idar-Oberstein will auspacken

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Die Fahne der Terrormiliz IS. Foto: dpa/Archivbild

KOBLENZ. Seit mittlerweile fünf Monaten sitzt die aus Idar-Oberstein stammende Islamistin Sarah B. in Koblenz in Untersuchungshaft. Jetzt hat ihr Prozess vor dem Oberlandesgericht begonnen. Das Gericht wirft ihr vor, von September 2014 bis Februar 2019 Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gewesen zu sein (Lokalo berichtete).

Die heute 27-Jährige soll zusammen mit ihrem Bruder, dessen Ehefrau sowie ihrer zu diesem Zeitpunkt 14-jährigen Schwester von Deutschland über die Türkei nach Syrien gereist sein, wo sie Ende 2014 einen Angehörigen der Terrormiliz geheiratet haben soll. Als ihr Mann 2015 in Nordsyrien bei Kampfhandlungen ums Leben kam, heiratete sie einen weiteren IS-Angehörigen und brachte aus dieser Beziehung im Laufe desselben Jahres eine Tochter zur Welt.

Zum Prozessauftakt kündigte Sarah B. laut SWR an, dass sie sich zu ihrem Werdegang und zu den Vorwürfen äußern werde, allerdings nicht heute. Ihr ebenfalls bei Gericht anwesender Vater machte von seinem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch. Sarah B. ist nach Lisa R., die im März 2021 zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde, die zweite Islamistin aus Idar-Oberstein, die sich vor dem OLG Koblenz verantworten muss.

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