TRIER. Ob alte Bücher, Haushaltswaren, verschiedenster Nippes oder auch Klamotten und Schuhe – in vielen Städten werden sogenannten „Umsonst-Kisten“ immer beliebter. Auch wer mit offenen Augen durch Trier flaniert, sieht die kostenlosen Kisten, die meist mit „Zu Verschenken“ oder „Umsonst“ gekennzeichnet sind, immer häufiger am Straßenrand oder an den Gehwegen. Eine tolle, praktische Idee meinen die einen, eine günstige Müllentsorgung die anderen.
Aufmerksamen Spaziergängern, beispielsweise in der Trierer Bruchhausenstraße, fällt das Phänomen immer häufiger auf. Meist in gekennzeichneten Kisten, Boxen oder Kartons stehen an den Gehwegen aussortierte Gegenstände, welche „umsonst“ mitgenommen werden können. „Ein Hauch von Flohmarkt“ an den Straßenrändern, resümiert eine Leserin und ergänzt: „Es ist doch schön wenn andere Menschen bereits Aussortiertes wiederverwenden können“. Was dabei kaum jemand weiß: Die von vielen als schönes Angebot gesehenen „Umsonst-Kisten“ sind eigentlich sogar verboten – stellen eine Ordnungswidrigkeit dar, da aufgrund des abgestellten „Trödels“ Fußgänger oder auch Radfahrer behindert werden könnten.
Ein Hauch von Flohmarkt
„Man mag sich keine Stadt vorstellen, die mit solchen Kisten zugepflastert ist. Städte können sogar Bußgeld erlassen“, bemerkte beispielsweise die Pressesprecherin der Stadt Heilbronn gegenüber dem SWR. Von „zugepflastert“ kann in Trier sicherlich keine Rede sein – dennoch haben wir einmal bei der Stadt Trier nachgefragt, ob dieses Phänomen bekannt sei.
Pressesprecher Ernst Mettlach hierzu auf lokalo.de Nachfrage: „Dieses Thema ist der Stadt Trier lediglich durch die Berichterstattung bekannt. Wer Dinge des alltäglichen Bedarfs mit Sinn und Verstand so einer Weiterverwendung zuführt, dass er der Umwelt nicht schadet und Passanten oder den Verkehr nicht behindert oder gefährdet, handelt generell sicher im Sinne der Allgemeinheit, weil er Müll vermeidet und wertvolle Ressourcen schont.“
Auf die Frage, ob auch die Stadt Trier entsprechendes Verhalten als Ordnungswidrigkeit ahnden könnte, verwies Mettlach auf eine jeweilige Betrachtung des Einzelfalls. Bisher seien mit Blick auf „unerlaubte Sondernutzung“ jedenfalls noch keine Bußgelder verhängt worden.
So dürfen sich die Triererinnen und Trierer wohl auch weiterhin an manch einem „Umsonst-Angebot“ an den Straßenrändern erfreuen.

















Es ist doch toll, wenn Dinge nicht weggeworfen werden, sondern weitere Verwendung finden. Man sollte nur nicht vergessen, die Kartons nach der Entnahme zu entsorgen. Dann wäre alles super. Mich wundert nur dass die Mitarbeiter der Stadt noch nichts davon gesehen haben. Also Augen auf!
Es ist immer prima, die Sachen, natürlich nur die, die noch in einwandfreiem Zustand sind, wieder durch Andere zu nutzen. Leere Kartons und Reste sollten aber dann wieder entfernt werden.
Mich wundert nur, daß die Mitarbeiter der Stadt das noch nie gesehen haben wollen. Ein schöner Spaziergang durch Trier öffnet die Augen.
Am Rathaus steht auch eine. Inhalt: Bürgermeister, gebraucht, weisshaarig, zweitbestes Alter, mässig qualifiziert, gibt gerne Geld aus das nicht seines ist, hört auf den Namen Wolfram. Achtung: Im Winter in beheiztem Aquarium nicht unter 22 Grad halten und neben Trockenfutter hin und wieder ein paar Mehlwürmer und Wasserflöhe zufüttern. Kann mit anderen SPD-Mitgliedern, vorzugweise solchen die die Augen himmelwärts richten und zum Luftschnappen regelmässig an die Oberfläche tauchen, Guppies und Metallpanzerwelsen vergesellschaftet werden. Beginnt im Frühjahr mit der Eiablage und dem Bau einer Bruthöhle.
Ach so zur Förderung der Laichbereitschaft bitte eine Eisenstange oder einen sprechenden Mülleimer ins Aquarium legen.
Unser Dorfbild wird seit einiger Zeit durch das Aufstellen von Rübli – und Kartoffelkisten
bereichert, diese sind allerdings nicht umsonst.
Ohne jegliches Trallala wird hier allerdings der Grundversorgung der örtlichen
Bevölkerung mit nahrhaften, sättigenden Lebensmitteln Rechnung getragen.
Eine, wie ich finde, hervorragende Idee.