MAISHOFEN/BERLIN. Während die die Energiekrise sich zuspitzt, geht die Angst vor großräumigen Stromausfällen – sog. Blackouts – um. Zwar macht Gas nur einen kleinen Teil der deutschen Stromversorgung aus, doch auch der könnte ins Gewicht fallen, zumal zum Jahresende die drei verbliebenen deutschen Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen. Könnte es also zu großen Blackouts kommen?
Ja, sagt der Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Krisenvorsorge, Herbert Saurugg, laut einem Bericht des Nachrichtenportals t-online. Und diese Blackouts könnten laut Saurugg sogar tagelang dauern!
In einem Interview mit dem Focus verwies Saurugg auf einen Vorfall im kroatischen Umspannwerk Ernistovo im Januar 2021: Als das Umspannwerk sich wegen Überlastung aus Sicherheitsgründen abschaltete, wäre es beinahe zu großflächigen Stromausfällen in weiten Teilen Europas gekommen, wenn nicht Pumpspeicherkraftwerke eingesprungen wären.
Saurugg befürchtet, dass solche Fälle sich häufen könnten: Wegen des drohenden Gasmangels sagt der Experte „massive Engpässe“ im Winter voraus. Hinzu komme, dass viele Menschen von Gas- auf Elektroheizungen umgestiegen seien, was das Problem verschärfe. Saurugg: „Wenn man sagt, das muss man kompensieren, muss man das über Stromrationierungen machen, also größere Regionen für einige Stunden abschalten.“
Beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) sieht man dagegen kein Problem: Deutschland habe mit die niedrigste Quoten für lokale Stromausfälle auf der Welt, heißt es aus dem Haus von Minister Robert Habeck (Grüne). Zudem sei das System in Deutschland so ausgelegt, dass auch dann weiter Strom transportiert werden könne, wenn mal eine Leitung ausfalle.
















