TRIER. In der kommenden Woche beginnt die zweite Phase der Kampfmitteluntersuchung im Umfeld des Augustinerhofs, wie die Stadt Trier mitteilt. Es werden drei Verdachtspunkte auf dem Schulhof des Humboldtgymnasiums, auf dem Rathausparkplatz und am Theater tiefergehend untersucht. Nur falls sich der Verdacht erhärtet und Gefahrengüter entdeckt werden, die vom Kampfmittelräumdienst geborgen oder entschärft werden müssen, kann eine Evakuierung von Gebäuden im Umkreis des Augustinerhofs erforderlich werden.
Grund für die Sondierungen waren die Bauarbeiten zur Erweiterung des Humboldt-Gymnasiums und der Bau einer Hebebühne am Theater Trier. Wie bei solchen Projekten vorgeschrieben, wurden vorab alliierte Luftbilder aus dem Zweiten Weltkrieg ausgewertet – Amerikaner und Briten hatten Trier vor allem im Dezember 1944 mehrfach schwer bombardiert. Anhand der während und nach den Angriffen aufgenommenen Luftaufnahmen wurden so genannte Blindgängerverdachtspunkte lokalisiert. In der ersten Phase der Sondierung im März und April hatte ein Fachfirma rund um mehrere dieser Verdachtspunkte Löcher bis zu einer Tiefe von sechs Metern gebohrt. An drei Verdachtspunkten sind jetzt weitere Untersuchungen nötig. Die Bauarbeiten am HGT können unabhängig davon fortgesetzt werden.















