Kongress der Europa-Union RLP: Ukraine und Moldau Teil der europäischen Familie

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Foto: dpa/Symbolbild

MAINZ. „Die Landesregierung begrüßt das politische Signal des Europäischen Rates, der Ukraine und der Republik Moldau den EU-Beitrittskandidatenstatus zuzuerkennen. Die Länder sind Teil der europäischen Familie und sie anzubinden, wird eine wichtige Aufgabe der 2020er Jahre werden“, so Europastaatssekretärin Heike Raab beim 42. Landeskongress der Europa-Union Rheinland-Pfalz in Mainz. Zugleich betonte sie, dass der Beitrittsprozess viel Zeit und Bemühungen der neuen Kandidaten erfordern werde, Reformen im Sinne der Kopenhagener Beitrittskriterien anzugehen und umzusetzen, wie die Staatskanzlei in Mainz mitteilt.

„Beim Landeskongress der Europa-Union Rheinland-Pfalz kommen viele ehrenamtlich Aktive und Engagierte zusammen, die mit konkreten Projekten den Europagedanken vor Ort mit Leben füllen. Wir sind dankbar, dass die Europa-Union das europäische Motto ‚Geeint in Vielfalt‘ überparteilich vorlebt und seit vielen Jahrzehnten überall im Land für die europäische Idee wirbt“, so Heike Raab.

Nach einer pandemiebedingten Pause konnte die Europa-Union Rheinland-Pfalz dieses Jahr wieder zu einem Jahreskongress in Präsenz zusammenkommen. Er stand unter dem Titel „Frankreich, Polen und Deutschland – gemeinsame Verantwortung im Europa der 2020er Jahre“ und befasste sich mit der Rolle und der Bedeutung des sogenannten „Weimarer Dreiecks“ in der Europäischen Union.

Heike Raab unterstrich in ihrem Grußwort, dass das „Weimarer Dreieck“ auf interregionaler Ebene zwischen der Woiwodschaft Oppeln in Polen, der Region Burgund-Franche-Comté in Frankreich und Rheinland-Pfalz sehr erfolgreich funktioniert. Auch gerade in der aktuellen Situation unterstützen Rheinland-Pfalz und Burgund-Franche-Comté vereint ihre gemeinsame Partnerregion Oppeln, die ihrerseits Wiederaufbauhilfe in ihrer ukrainischen Partner Oblast Iwano-Frankiwsk leistet.

Heike Raab wertschätzte die Arbeit der Europa-Union im Land, die als Mittlerorganisation zwischen den europäischen Institutionen und den Bürgerinnen und Bürgern agiert. Die Europa-Union setzt sich für mutige Reformen der EU ein, um ihre Handlungsfähigkeit in vielen Politikbereichen zu stärken. Ein großes Anliegen ist zudem, ein bürgernahes Europa zu gestalten, das von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen wird. Ebenfalls zu Gast war Dr. Katarina Barley, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.

Die Europa-Union ist eine der ältesten Bürgervereinigungen für Europa in Deutschland. Sie ist in 16 Landesverbände und in über 300 Orts- und Kreisverbände unterteilt. Sie tritt ein für ein föderal und demokratisch verfasstes Europa. Die Europa-Union ist auf allen Entscheidungsebenen aktiv.

3 Kommentare

  1. Zwei weitere Armenhäuser aufnehmen, eine ganz wunderbare Idee. Dann drucken wir halt weiter Geld, um diesen Wahnsinn zu finanzieren. Unsere Enkel werden uns die Knochen verfluchen.

  2. Nebst dem Geldaspekt halte ich es grade für eine total töfte Idee denn irren Russen so zu provozieren….

    Abgesehen davon dass eh schon einige EU Länder machen was sie wollen und sich nicht an Abreden halten…

  3. Wenn ich an die bisherige Forderungen von Selensky und seinem Botschafter in Deutschland denke, wird mir bange wenn die Ukraine in der EU ist. Dann bestimmen die Beiden, was in Europa geschieht. Von der Leyen und Co können dann heimgehen.

    Dass Putin den Krieg begonnen hat, steht außer Zweifel, wer ihn provoziert hat ist eine andere Frage. Kein vernünftiger Mensch provoziert einen stärkeren ohne Hintergedanken !

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