Lewentz in Washington: 500 Millionen Dollar für US-Basen in Rheinland-Pfalz

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Amerikanische Soldaten am Standort Baumholder. Foto: dpa/Archivbild

WASHINGTON/MAINZ. Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) befindet sich zu Gesprächen in den USA, wie das Innenministerium in Mainz mitteilt. Lewentz, der am Samstag gereist war, wird in Gesprächen mit hochrangigen Vertretern der US-Regierung und des Kongresses hauptsächlich Themen rund um die rheinland-pfälzischen Standorte der US-Streitkräfte erörtern. Nach zwei Jahren der pandemiebedingten Pause war der direkte Dialog in Washington bereits lange geplant. Zur Delegation zählt auch Oberst Stefan Weber, der Kommandeur des Landeskommandos Rheinland-Pfalz.

„Gerade in Zeiten, in denen sich Europa neuen und lange überwunden geglaubten Bedrohungen ausgesetzt sieht, ist der regelmäßig gepflegte Austausch von enormem Wert. Die Auswirkungen der aktuellen sicherheitspolitischen Lage auf die US-Standorte in Rheinland-Pfalz werden im Mittelpunkt der Gespräche stehen“, sagte Lewentz vor seiner Abreise.

Es wird auch um die in dieser Woche seitens der US-Regierung bekanntgegebenen Planungen für das Haushaltsjahr 2023 gehen. Angekündigt wurden Investitionen von über 500 Millionen US-Dollar in Standorte in Rheinland-Pfalz, alleine 200 Millionen US-Dollar für den Standort Baumholder. Dort konkretisieren sich Planungen für die Ansiedlung von neuen Einheiten in der langjährigen Garnisonsstadt. „Ich werde die Ankündigungen vor Ort zum Thema machen. Es wären sehr gute Nachrichten für Rheinland-Pfalz und vor allem für den Standort Baumholder, der in den vergangenen Jahren wieder stärkere Bedeutung für die USA erlangte“, so Lewentz.

Auf dem Terminplan in der US-Hauptstadt stehen neben Gesprächen im Pentagon auch Termine im US-Außenministerium und dem Weißen Haus. Zudem wird Lewentz mit Mitgliedern der US-Verteidigungsausschüsse im Kongress zusammentreffen. Es ist pandemiebedingt die erste Washington-Reise des Ministers während der Amtszeit von Präsident Joe Biden. Gewöhnlich reist der Minister einmal jährlich zu Gesprächen mit US-Vertretern.

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