RLP: Fast jeder Fünfte trotz Vollzeitstelle nur mit Niedriglohn

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DÜSSELDORF/MAINZ. In Rheinland-Pfalz zählt fast jeder fünfte Beschäftigte nach einer Studie trotz Vollzeitarbeit zu den Geringverdienenden. Davon waren vor allem Frauen betroffen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung hervorgeht.

Das Institut wertete Daten der Bundesagentur für Arbeit aus, die erstmals auch regional bis auf die Ebene von Kreisen und Städten erhoben wurden. Demnach verdienten auf Grundlage der Erhebung aus dem Jahr 2020 von rund 900.000 Vollzeitbeschäftigten 18 Prozent weniger als 2.284 Euro brutto im Monat. Dieses Bruttoeinkommen ist die Schwelle für die Definition von Niedriglohn, gemessen am mittleren Verdienst aller Beschäftigten. Bei den Männern erhielten laut WSI 14 Prozent der Vollzeitbeschäftigten Niedriglohn, bei Frauen waren es sogar 27 Prozent.

Fast drei Viertel (73 Prozent) der Geringverdienenden in Rheinland-Pfalz waren in Hotels und Gaststätten beschäftigt. Außerdem werden auch in der Landwirtschaft sowie bei Leiharbeit häufig Niedriglöhne gezahlt.

Insgesamt ist der Anteil der Menschen mit Niedriglohn in ganz Deutschland seit 2011 aber kontinuierlich gesunken, von 21 Prozent auf bundesweit 19 Prozent im Jahr 2020. Bundesweit sind vor allem auch Beschäftigte unter 25 Jahren (rund 39 Prozent) sowie Ausländer (rund 37 Prozent) besonders häufig auf geringe Löhne angewiesen. (dpa)

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1 KOMMENTAR

  1. Die Politik hat unzweifelhaft versagt.
    In Kobination mit der Inflation werden harte Zeiten über das Land ziehen.
    Fraglich ist, WANN (!!!) die Versager endlich zur Verantwortung gezogen werden?

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