Trier: Stand der Modernisierung – so kommen die Arbeiten im Trierer Nordbad voran

0
Drei Firmen arbeiten aktuell auf der Baustelle im Nordbad. // Foto: SWT

TRIER. Nach dem Sommer ist vor dem Sommer: Damit im kommenden Jahr das Verlangen nach einem erfrischenden Bad gestillt werden kann, laufen im Freibad Nord die Bauarbeiten auf Hochtouren.

„Es gibt noch sehr viel zu tun, schließlich erhalten Becken und Bauwerk von Grund auf eine komplette Modernisierung“, erklärt Werner Bonertz, Geschäftsführer der SWT Bäder GmbH bei einem Besuch auf der Baustelle. Schon der akustische Eindruck spricht Bände: Im Umkleidegebäude rattern Pressluftbohrer, Kies wird mit einem hohen Kran in einer großen Tonne über das Schwimmbecken zu einem bestimmten Punkt dirigiert, rauscht dann zischend und polternd auf den Beckenboden. Mehrere Arbeiter tragen meterlange dicke, schwarze Rohre an den Rand des Beckens. Es ist die typische geschäftige Atmosphäre einer Baustelle. „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das Schwimmerbecken noch vor dem Jahreswechsel fertigzustellen“, so Bonertz.

Auf das richtige Schweißverfahren kommt es an

Im neuen Becken herrscht reges Treiben. Drei Gewerke – Betonbau, Versorgungstechnik und Bäderbau – arbeiten auf dem Gelände. Schon auf den ersten Blick erkennt man die neue Beckenumrandung aus Edelstahl. Im Augenblick teilen sich Alexander Metzger und Ferenc Bende von der ausführenden Fachfirma die Schweißarbeiten. Es sind zwei langjährige Fachleute, die schon viele Edelstahlbecken aufgebaut haben. Erfahrung ist dafür aber auch nötig. Denn Edelstahl ist kein Metall wie jedes andere. Wer hier die falsche Schweißtechnik wählt, kann das hochwertige Metall auch gleich auf den Schrott bringen: „Damit die Schweißnaht eine lange Lebensdauer aufweist und die Verbindung stabil bleibt, muss man die Materialien und Verfahren genau kennen“, weiß Ferenc Bende, der eine Spezialausbildung auf diesem Gebiet hat. Auf dem Grund des Beckens laufen noch die Betonarbeiten. Auch hier müssen Ver- und Entsorgungsrohre und -kanäle erst verlegt werden, bevor die Bodenplatte geschlossen wird.

Konkrete Verbesserungen für beeinträchtigte Menschen

Bonertz hat sich zusammen mit Vertretern der Stadtverwaltung auch mit dem Behindertenbeauftragten der Stadt Trier, Gerd Dahm, auf der Baustelle getroffenen und vor Ort die geplanten Verbesserungen für beeinträchtigte Personen erläutert. Dahm ist von den Planungen, in die er schon sehr früh einbezogen wurde, angetan: „Die vielen kleinen Stufen im Außenbereich wird es künftig nicht mehr geben. Zudem sind für beeinträchtigte Menschen drei unterschiedliche Einstiegsmöglichkeiten in das Becken vorgesehen.“ Auch das Umkleidegebäude – mittlerweile völlig entkernt – erhält einen neuen Aufzug. Der Behindertenbeauftragte regte an, im Eingangsbereich ein 3D-Relief anzubringen, das Menschen mit Sehbehinderungen einen Überblick über die Anlage verschafft und damit die Orientierung erleichtert. „Durch die frühe Einbindung des Beirates in die Planungen vermeiden die SWT spätere Korrekturen und sparen Kosten. Das ermöglicht ein für alle gutes Ergebnis”, stellt Dahm abschließend fest.

Vorheriger ArtikelRheinland-Pfalz: Fehlende Stückzahl auf Verpackungen – Gericht verkündet Süßigkeiten-Urteil
Nächster ArtikelRLP: Vorsitzende der Hausärzte schlägt Alarm: Medizinische Versorgung in Gefahr!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Die Redaktion behält sich vor, Lesermeinungen zu kürzen. Es besteht kein Anspruch auf die Veröffentlichung Ihrer zugesandten Meinungen. Klarname ist nicht erforderlich. Eine E-Mail-Adresse muss angegeben werden, wird aber nicht veröffentlicht.